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Coronaprämie
Aktualisiert am 05.04.2022 - 12:12

Caritas und Lebenshilfe kritisieren Regierungsbeschluss

Die Bundesregierung will den Coronabonus nur an Pflegende auszahlen. Träger der Behindertenhilfe kritisieren das Vorhaben.

  • Die Caritas und die Lebenshilfe kritisieren den Beschluss der Bundesregierung, den Coronabonus nur an pflegende Beschäftigte in Heimen und Krankenhäusern zu zahlen.
  • Mitarbeitende der Behindertenhilfe seien durch Einspringen, Testen und die Versorgung corona-positiver Bewohner ebenso gefordert.
  • Die Bundesregierung will insgesamt rund eine Milliarde Euro an Pflegende zahlen.

Die Caritas und die Lebenshilfe kritisieren den Beschluss der Bundesregierung zum Pflegebonus für Mitarbeitende in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Die Beschäftigten in den Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe hätten während der Corona-Pandemie ebenfalls erhebliche Mehrarbeit geleistet und zahlreiche zusätzliche Belastungen gehabt, sagt Wolfgang Tyrychter, Vorsitzender des Bundesverbandes Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie. Auch sie verdienten eine Coronaprämie.

Arbeitsbedingungen ähneln der Pflege

„Die Arbeitsbedingungen der stationären Eingliederungshilfe sind denen der stationären Pflege sehr ähnlich“, sagt er. Zu den deutlich gestiegenen Herausforderungen für die Beschäftigten gehörten beispielsweise ständiges Einspringen, zahlreiche Überstunden, die Versorgung positiv getesteter Bewohner sowie das Arbeiten mit Vollschutz.

Die Bundesregierung hat den Pflegbonus in der vergangenen Woche beschlossen. Mit dieser Zahlung will sie die Leistungen der Pflegekräfte während der Corona-Pandemie anerkennen. Dafür will sie insgesamt eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen. ols

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