„Wir brauchen verlässliche Puffer.“

Die Zahl der Geflüchteten geht stark zurück. Vertreter von Trägern, Kommunen und Ländern diskutieren, wie viele Kapazitäten Deutschland in der Erstaufnahme vorhalten sollte, um auf neue Krisen vorbereitet zu sein.

Birgit Nievelstein, Einrichtungsleitung der Katharina Kasper ViaNobis in Gangelt, sieht das BTHG in NRW unvollendet und kritisiert steigende Kosten sowie eine Abkehr von personenzentrierter Teilhabe.

Florian König, Geschäftsführer der Lebenshilfe Braunschweig, warnt vor pauschalen Einschnitten in der Eingliederungshilfe und fordert individuelle Unterstützung statt Standardisierung für echte Teilhabe.

Dr. Irene Vorholz, Stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Landkreistages, warnt vor Kostenexplosion in der Eingliederungshilfe und fordert Reformen für tragfähige kommunale Haushalte.

Dr. Christine Arbogast, Staatssekretärin in Niedersachsen, betont dass die Eingliederungshilfe Teilhabe stärkt, doch steigende Kosten ihre Zukunft gefährden und Reformen sie sichern sollen.

KKVD-Chefin Bernadette Rümmelin warnt vor den Folgen des GKV-Sparpakets für die Krankenhauslandschaft. Die geplanten Einschnitte gefährden aus ihrer Sicht die Versorgung und setzen insbesondere freigemeinnützige Träger massiv…

Innovationsforscher Jan Tietmeyer rät auf dem Management- und Personalkongress Soziale Arbeit zu einem Umdenken. Die Branche stehe vor schweren wirtschaftlichen und demografischen Herausforderungen.

Träger der freien Wohlfahrtspflege warnen davor, Grundprinzipien des Sozialstaats infrage zu stellen. Sie diskutierten beim Management- und Personalkongress mit Vertretern aus Politik und Kommunen.

Das Refinanzierungssystem verhindert Investitionen in Klimaschutz, kritisiert Benjamin Scharf, Umweltbeauftragter der Bruderhaus Diakonie. Die Politik müsse Nachhaltigkeit im Leistungsrecht verankern.

Kinderzahlen sinken, komplexe Fälle nehmen zu. Für Kita- und Jugendhilfeträger könnte die Lage Raum für mehr individuelle Unterstützung und Teilhabe schaffen. Doch die Politik lässt die Chance verstreichen.

Mit besseren Personalschlüsseln könnten Kitas im Osten endlich Aufgaben wie Inklusion und Mehrsprachigkeit gerecht werden. Knappe kommunale Kassen dürfen das nicht verhindern, argumentiert Ina Stanulla vom ASB.

Sinkende Kinderzahlen bedeuten nicht zwangsläufig weniger Bedarf, argumentiert Denise Kniesche von der Stephanus-Stiftung. Um den immer komplexeren Fällen gerecht zu werden, brauche es mehr Personal und Qualifizierung.