Flexible Interventionsfristen einführen

Statt Hilfsfristen benötigt der Rettungsdienst flexible Interventionsfristen, fordert Thomas Mähnert, Vorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe. Leitstellen könnten Rettungswagen damit besser disponieren.

Die Singularisierung der Lebensstile stellt neue Anforderungen an die Altenhilfe. Wir brauchen andere Wohnformen, in denen sich eine neue Solidarität entfalten kann, meint Johanneswerk-Vorstand Bodo de Vries.

Vertreter eines großen Altenhilfeträgers, eines Spitzenverbandes, der Krankenkassen sowie ein Sozialexperte machen Vorschläge zur Finanzierung der Pflege. Unsere Online-Diskussion zum Nachlesen.

Die Personalnot in der Sozialwirtschaft zwingt uns dazu, Abstriche bei der Versorgung mit sozialen Dienstleistungen vorzunehmen. Die 80/20-Regel könnte ein Ausweg sein.

Pflege wird für Einzelne immer teurer. Doch die Einführung einer Pflegevollversicherung ist umstritten. Die Branche diskutiert, ob sie zu einer Zwei-Klassen-Pflege führt.

Wenn die Qualität sinkt, kaufen sich Wohlhabende eine bessere Pflege hinzu. Eine Pflegevollversicherung brächte dafür zusätzlichen Spielraum, kritisiert Ex-Caritas-Generalsekretär Georg Cremer.

Steigende Kosten belasten die Pflege. Eine Pflegevollversicherung könnte die hohen Eigenanteile senken, meint Heinz Rothgang, Sozialwirtschaftsprofessor an der Universität Bremen.

Die Pflegeversicherung sollte Lebensrisiken voll absichern. Für eine neue Hüfte leisteten Patienten auch keine Zuzahlung, meint Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung.

Eine Pflegevollversicherung soll solidarisch sein, fordert Thorsten Mittag, Referent für Pflege beim paritätischen Gesamtverband. Dafür müsse der Gesetzgeber die Einnahmebasis vergrößern.

Einzelzimmer in Pflegeheimen als Regelleistung der Pflegeversicherung sind problematisch, meint Susanne Leciejewski, Geschäftsführerin der SozialGestaltung GmbH. Besser wären mehr Wahl- und Zusatzleistungen der Heimanbieter.

Die Pflege kämpft mit Personalengpässen. Eine Vollversicherung würde das Problem verschärfen, meint Nadine-Michèle Szepan, Leiterin der Abteilung Pflege des AOK-Bundesverbandes.

Für eine Pflegevollsicherung fehlt der finanzielle Spielraum, meint PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther. Der Sozialstaat bleibe nur tragfähig mit mehr Eigenverantwortung.