Diakoneo

Förderzentrum soll wegen Baumängeln schließen

Wegen Baumängeln plant Diakoneo die Schließung seines Förderzentrums St. Laurentius zum Ende dieses Schuljahres. Um sich umstimmen zu lassen, fordert der Träger verbindliche Zusagen.

Das Sozialunternehmen Diakoneo wird sein Förderzentrum St. Laurentius mit Ende des Schuljahres schließen. „Trotz erheblicher Instandhaltungsmaßnahmen lässt der bauliche Zustand des Schulgebäudes keinen sicheren Weiterbetrieb mehr zu“, teilt der fränkische Träger mit. Nicht allen 210 Schülerinnen und Schüler könne man indes Plätze in den drei weiteren Einrichtungen anbieten. 

Diakoneo will verbindliche Zusagen

Einzige Lösung: „Wenn die erforderlichen Gelder für eine Sanierung vor Beginn der Arbeiten verbindlich zur Verfügung gestellt werden, können wir das Gebäude erhalten und die Träger dieses Förderzentrums bleiben“, so ein Sprecher. Einen entsprechenden Anreiz will der Kreis Ansbach setzen. Eine hundertprozentige Förderung bei einer Generalsanierung sei möglich. Der Freistaat Bayern übernehmen die Kosten des Schulbetriebes. Am verbleibenden Defizit habe sich der Landkreis Ansbach in der Vergangenheit schon mit 75 Prozent beteiligt.

Sanierungsplan bestehe seit acht Jahren

Diakoneo macht die Behörden für das Aus der Förderschule verantwortlich: „Seit über acht Jahren besteht der Plan für eine umfassende Generalsanierung, die jedoch noch nicht realisiert werden konnte.“ Ein Gespräch in jüngster Zeit habe keine tragfähige Lösung erbracht.

Diakoneo mit Sitz im mittelfränkischen Neuendettelsau bietet in gut 200 Einrichtungen Leistungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pflege, Wohnen, Assistenz und Arbeit an. Der Träger beschäftigt 10.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von 600 Millionen Euro.

Oliver Schulz
schulz(at)wohfahrtintern.de