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AWO KV Frankfurt/Main
Aktualisiert am 20.05.2020 - 13:43

Stadt fordert Geld für Flüchtlingsunterkünfte zurück

Die Stadt Frankfurt fordert vom AWO Kreisverband der hessischen Metropole einen hohen Geldbetrag zurück. Bei der Abrechnung für zwei Flüchtlingsunterkünfte soll es Unregelmäßigkeiten gegeben haben.

  • Die Stadt Frankfurt am Main fordert vom AWO Kreisverband Medienberichten zufolge eine sechsstellige Summe für den Betrieb zweier Flüchtlingsunterkünfte zurück.
  • Die AWO steht im Verdacht, der Stadt Geld für Mitarbeiter berechnet zu haben, die gar nicht in den Einrichtungen gearbeitet haben.
  • Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei ehemalige Verantwortliche.

Die Stadt fordert von der AWO Frankfurt Geld für Flüchtlingsunterkünfte zurück. Bei der Forderung soll es sich laut eines Berichts der Frankfurter Allgemeinen Zeitung um einen sechsstelligen Betrag handeln. Weder die Stadt noch der Verband wollen die Höhe bestätigen.

Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe

Die mutmaßlichen Abrechnungsfehler haben auch die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Sie ermittelt gegen zwei ehemalige ehrenamtliche Funktionäre, von welchen sich die AWO mittlerweile getrennt hat. Die Ermittlungsbehörde prüft, ob diese der Stadt Geld für Mitarbeiter in Rechnung gestellt hatten, die die gar nicht im Einsatz waren.

Bis 2018 betrieb der Kreisverband zwei Unterkünfte für Migranten in Frankfurt am Main. Als der Verdacht von Unregelmäßigkeiten in der Abrechnung ans Tageslicht aufkam, beendete die Stadt die Zusammenarbeit.

Die AWO Frankfurt am Main hat 463 Mitarbeitende und 56 Einrichtungen. Der Verband in der Kindebetreuung, der Jugendarbeit, der Altenhilfe, der Sozialberatung und der beruflichen Fort- und Weiterbildung tätig. ols

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