Heute ist Donnerstag , der 20.01.2022

Wohlfahrt Intern
www.wohlfahrtintern.de
Krankenhauszukunftsgesetz
Aktualisiert am 29.11.2021 - 06:39

Peitsche für die Nachzügler

Bis Ende des Jahres können Kliniken bei den Ländern Geld für die Digitalisierung beantragen. Ab 2025 soll es Strafzahlungen für Häuser geben, die mit der Digitalisierung nicht weit genug sind. Die Branche ist darüber geteilter Meinung.

In Finnland gibt es ein Rezept für Arzneimittel auf elektronischem Wege. In Estland erledigen Menschen Behördensachen bequem vom Sofa aus. In Deutschland wird zwar viel über Digitalisierung geredet, im Alltag regieren aber oft noch Fax, Brief und Zettelwirtschaft. Das jüngste Beispiel für die schleppende Digitalisierung ist das elektronische Rezept. Nach zehn Jahren Planung wurde seine Einführung noch einmal kurzfristig verschoben. Das Projekt soll nun im kommenden Jahr an den Start gehen.

Auch den Kliniken in Deutschland attestieren Expertinnen und Experten schon lange erheblichen Nachholbedarf. Die deutschen Krankenhäuser erreichten 2017 im internationalen Vergleich auf einer Digitalisierungsskala von Stufe Null bis Sieben im Durchschnitt nur den Wert 2,3 und lagen damit unter dem EU-Durchschnitt von 3,6. Besonders deutlich zeigt sich der Rückstand bei den kleinen Krankenhäusern unter 200 Betten, die im Mittel nur den Wert 1,3 erreichten. Das berichtete der Krankenhaus- Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK im Jahr 2019.

Wir haben einen Geschäftsführer eines Krankenhauses, den Vorstand des evangelischen Krankenhausverbandes sowie den Leiter des Health Innovation Hub gefragt, ob es richtig ist, diejenigen zu bestrafen, die nicht richtig digitalisieren. Die Antworten der Kommentatoren gehen auseinander.

Lesen Sie die gesamte Debatte in unserer aktuellen Ausgabe.

© Wohlfahrt Intern