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AWO KV Essen
Aktualisiert am 29.04.2021 - 15:56

Chef im Gegenwind

Geschäftsführer Kern © Kern

Bei der AWO Essen stehen seit Oliver Kerns Antritt als Geschäftsführer die Zeichen auf Konsolidierung. Er trennt sich von Immobilien, stellt Projekte ein, besetzt Stellen nicht nach. Der Kurs des ambitionierten Managers sorgt für Unruhe im Verband.

Oliver Kern kann die ganze Aufregung bis heute nicht verstehen. Wenn Leute entlassen werden, fließen eben manchmal Tränen. Im vergangenen Herbst hat Kern, Geschäftsführer der AWO Essen, einen Referatsleiter  fristlos entlassen. Weil er sich nicht loyal verhalten und Dinge nach außen posaunt habe, die nicht der Wahrheit entsprochen hätten. Ob sich Mitarbeitende am Tag der überraschenden Entlassung des Referatsleiters wirklich in den Weg gestellt haben, fluchend und weinend, wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtete, kommentiert Kern nicht. Nur so viel: „Ich war sehr verwundert, dass daraus so eine ,Vom Winde verweht‘-Story gemacht wurde.“

Die Geschichte des vom Hof gejagten Referatsleiters bestimmte Ende 2020 für einige Wochen die mediale Berichterstattung über die AWO Essen. Der Mann klagte gegen seine Kündigung, einigte sich außergerichtlich mit dem Verband, bekam eine Abfindung von 80 000 Euro. Kern glaubt, der Mann wäre gerne Geschäftsführer der AWO Essen geworden. Deshalb habe er sich an bestimmte Regeln nicht gehalten. Und deshalb habe er auch einen Brandbrief von Mitarbeitenden initiiert, in dem diese sich über das Betriebsklima bei der Essener AWO beschwerten. Doch dazu später mehr. 

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