Diakonie Deutschland

Digitaler Dorfplatz soll ländliche Regionen stärken

Die Diakonie Deutschland und die Internetplattform nebenan.de wollen digitale Nachbarschaften auf dem Land fördern. Besonders eine eher internetferne Zielgruppe steht im Fokus.

  • Diakonie und nebenan.de unterstützen fünf diakonische Einrichtungen in fünf Bundesländern beim Aufbau eines digitalen Dorfplatzes.
     
  • Das Projekt ‚Dörfer mit Zukunft‘ soll es Menschen in ländlichen Räumen ermöglichen, sich zu vernetzen und auszutauschen.
     
  • Regelmäßige Digitalcafés sollen auch ältere Menschen ansprechen.

Die Diakonie Deutschland und die Internetplattform nebenan.de wollen mit dem Projekt 'Dörfer mit Zukunft' digitale Nachbarschaften in ländlichen Regionen aufbauen. Fünf kirchlich-diakonische Einrichtungen in fünf Bundesländern erhalten dafür Unterstützung. In den digitalen Nachbarschaften sollen sich Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner vernetzen und persönlich austauschen.

Digitaler Dorfplatz ermöglicht Dialog

Die beiden Projektpartner wollen die Einrichtungen ein Jahr unterstützen und beraten. Die Einrichtungen erhalten ein Organisationsprofil auf der Webseite nebenan.de, über das sie mit den registrierten Personen in Dialog treten und über Neuigkeiten, Veranstaltungen und Aktionen informieren können. Beteiligt sind Einrichtungen in Züssow in Mecklenburg-Vorpommern, Weilrod in Hessen, Hörstel in Nordrhein-Westfalen, Bischofswerda in Sachsen und Ratzeburg in Schleswig-Holstein.

Persönlicher Austausch steht im Mittelpunkt

„Das Projekt erprobt in Reallaboren, ob und wie sich das soziale Miteinander in ländlichen Räumen durch neue digitale Möglichkeiten ergänzen und verbessern lässt“, sagt Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Dreh- und Angelpunkt solle die persönliche Begegnung, die nachbarschaftliche Unterstützung und das ehrenamtliche Engagement bleiben.

Digitalcafés sollen ältere Menschen einbeziehen

Um auch ältere Menschen zu erreichen, planen die diakonischen Einrichtungen unter anderem regelmäßige ‚Digitalcafés‘. Dort sollen Interessierte das Projekt und seine Möglichkeiten kennen lernen, miteinander ins Gespräch kommen und technische Fragen klären. In einigen Einrichtungen gebe es zudem bereits Sprechstunden, in denen ältere und jüngere Menschen gemeinsam den Umgang mit Tablets erlernen. Daran könne das Projekt anknüpfen. Erste Ergebnisse erwartet der Verband im Frühsommer.

Die Plattform nebenan.de ist mit 1,4 Millionen aktiven Nutzern nach eigenen Angaben das größte soziale Netzwerk für Nachbarn in Deutschland. Nachbarn können sich über die kostenlose Plattform kennenlernen, helfen und verabreden, Informationen teilen oder Dinge verschenken. Die Plattform wurde 2015 in Berlin als Sozialunternehmen gegründet. Seit 2018 können lokale, gemeinnützige Organisationen, Kommunen und Stadtverwaltungen über ein Organisationsprofil Teil der Nachbarschaft werden.

Zur Diakonie Deutschland gehören rund 31.600 Einrichtungen und Dienste wie Pflegeheime, Krankenhäuser, Beratungsstellen und Sozialstationen. Knapp 600.000 Beschäftigte arbeiten für die diakonischen Einrichtungen. br

 

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