Rhön-Kliniken-Übernahme

Verdi will Beschäftigte absichern

Verdi sieht infolge der Übernahme von 43 Rhön-Krankenhäusern sowie weiteren Einrichtungen durch den Klinikkonzern Fresenius Helios erheblichen Druck auf die Beschäftigten zukommen. Die Gewerkschaft fordert daher eine tarifrechtliche Absicherung vor den Folgen der Fusion.

BERLIN – Der Bad Homburger Gesundheitskonzern Fresenius gab in der vergangenen Woche bekannt, die Rhön-Kliniken für mehr als drei Milliarden Euro kaufen zu wollen. Er steigt damit zum größten privaten Klinikbetreiber in Europa auf. Verdi befürchtet jedoch, dass der Kaufpreis vornehmlich von den Angestellten erwirtschaftet werden müsse. „Das bedeutet höhere Arbeitsverdichtung und mehr Druck auf die Löhne“, so Verdi-Vorstand Sylvia Bühler, hausintern zuständig für die Gesundheitspolitik der Dienstleistungsgewerkschaft.

Verdi fordert Verhandlungen

Bislang gebe nämlich es keine Regelungen zur Standortsicherung oder zum Kündigungsschutz für die Arbeitnehmer, so Verdi. „Wir fordern deshalb, unverzüglich Verhandlungen aufzunehmen mit dem Ziel den Arbeitnehmern bei Rhön und Helios Sicherheit und Schutz zu geben“, sagt Bühler.

Auch Betriebsrat fordert Absicherung

Auch der Betriebsrat fordert eine tarifliche Absicherung für die Beschäftigten in den betroffenen Rhön-Kliniken. „Wir wollen Sicherheit haben“, so Werner Behrens, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates, gegenüber dem Handelsblatt. Ziel dessen müsse der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und der Erhalt aller Standorte sein. Auch dürfe es seiner Ansicht nach in den nächsten Jahren nur mit Zustimmung des Betriebsrates Ausgliederungen und Versetzungen geben.

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