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Telemedizin und Big Data stehen auf der Agenda

Die Gesundheitsbranche hinkt bei der Digitalisierung hinterher. Das will der Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn jetzt zusammen mit der Branche anpacken.

BERLIN – Digitalisierung kann im Gesundheitswesen für mehr Effizienz sorgen, zu Kosteneinsparungen führen und dem Interesse der Patienten und Beschäftigten dienen. Davon ist Gesundheitsminister Jens Spahn überzeugt.

Chancen der Telemedizin nutzen

Bei der Eröffnung der Messe ‚Connecting Healthcare IT‘ in Berlin erklärte der Bundesminister für Gesundheit vor Vertretern der Branche die Absichten des Ministeriums. Drei Bereiche seien ihm wichtig. Erstens stehe Telemedizin auf dem Programm. Er wolle zusammen mit den Ärzten schauen, welche Möglichkeiten sie biete. „Ich will die Methode gerne weiter befördern, zusammen mit der Ärzteschaft“, sagte Spahn auf der Veranstaltung. Ein wichtiger Punkt sei die elektronische Patientenakte, bei der er grundsätzlich eine Lösung im Markt präferiere. Offenheit zwischen den Schnittstellen sei dabei sehr wichtig. 

Versorgungsdaten auswerten

Zweitens sei Big Data für die Forschung sehr interessant, meint Spahn. „Versorgungsdaten sind massig da . Man muss sie nur anonymisiert auswerten“, so Spahn. Es gebe dort viele Chancen und Möglichkeiten. Trotzdem müsse der Patient rechtlich souverän im Umgang mit seinen Daten bleiben können. Der dritte Bereich besteht für Spahn aus Prävention per App. „Das Ziel ist es, nachvollziehbar zu machen, welche Apps geprüft Mehrwert haben. Dafür soll es ein Zertifikat geben“, sagte Spahn.

Bei den Fragen habe man noch viel vor der Brust. Es gebe bei der Digitalisierung noch viel zu tun, viel zu entdecken und wahnsinnig viel zu heben, insbesondere im Gesundheitswesen. „Umso weiter man hinterher ist, umso mehr kann man aufholen. Das können wir gemeinsam in den nächsten drei Jahren tun“, sagte Spahn. rv

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