Strukturwandel

Soziale Berufe werden immer wichtiger

Die postindustrielle Gesellschaft werde von sozialen Berufen bestimmt sein, erwartet Markus Kerber, Beamteter Staatsekretär im Bundesinnenministerium. Viele Arbeitsplätze würden sich in den sozialen Sektor verlagern.

Staatssekretär im Inneren Kerber © Wohlfahrt Intern

BERLIN – Soziale Berufe würden so zu einer Stütze der deutschen Wirtschaft, so Kerber. Schon heute würden Robotik und Nanotechnologie in der deutschen Industrie dafür sorgen, dass sich dort die Beschäftigungsvoraussetzungen änderten.

Wohlfahrtsverbände fördern Zusammenhalt

„Wo Menschen sich mit ihrem Gemeinwesen identifizieren, sind sie glücklicher“, sagte der Staatssekretär. Die Aufgabe der Wohlfahrtsverbände sei es, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sorgen. Sie gäben Halt.

Der Staat gebe derzeit 950 Millionen Euro jährlich für die Integration von Flüchtlingen aus. Ein Anliegen der diesjährigen Islamkonferenz sei es gewesen, muslimische Religionsgemeinschaften mit sozialen Trägern zu vernetzen. Zudem sollen Flüchtlinge in Bundesländern wie Bayern und Nordrhein-Westfalen eine Ausbildungsduldung erhalten, wenn sie einen Pflegeberuf lernen.

Der 5. Caritaskongress fand vom 27. bis 29. März in Berlin statt. Im Mittelpunkt steht der fachliche Austausch der in diesem Jahr fast 1000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Caritas, Kirche, Politik und Wissenschaft zum Thema der Caritas-Initiative Gesellschaftlicher Zusammenhalt. jh

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