Mitunsleben

Pflegeplattform soll zum Jahresende online gehen

Die Arbeiten an der ersten wohlfahrtseigenen Pflegeplattform gehen in die entscheidende Phase. Ende des Jahres soll #mitpflegeleben startklar sein, sagt Mitunsleben-Geschäftsführerin Cornelia Röper.

Geschäftsführerin Cornelia Röper

  • Marktplatz hat Matchingfunktion und Bewertungstool.
  • Digitalassistent soll unnötige Anfragen bei Anbietern minimieren.
  • Plattform steht auch privaten Dienstleistern zur Verfügung.

Einen Einblick in den Entwicklungsstand der ersten Pflegeplattform von Trägern und Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege gab Cornelia Röper auf dem Kongress der Sozialwirtschaft in Magdeburg. Der Geschäftsführerin der Mitunsleben GmbH und Vorständin des Verbands für Digitalisierung in der Sozialwirtschaft (VeDiSo) zufolge soll die Plattform zum Jahresende einsatzbereit sein. „Wir programmieren seit zwei Wochen“, sagte Röper. Ab 3. Juli sollen Anbieter die Plattform mit ihren Daten und Angeboten füttern können.

Marktplatz für Dienstleistungen und Hilfeprodukte

Die Basis der Plattform ist ein Marktplatz, auf dem stationären Einrichtungen, ambulante Dienstleister sowie  Hilfsmittellieferanten ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten. Die Nutzer können zu den Anbietern direkt Kontakt aufnehmen oder über das Beratungsmodul – den sogenannten digitalen Berater – ihren Hilfebedarf in passende Angebote übersetzen lassen. Die Plattform wird über eine Matchingfunktion ebenso verfügen wie über ein Bewertungstool.

Lernendes System muss gefüttert werden

Der digitale Berater biete für Hilfesuchende die Möglichkeit, rund um die Uhr nach passenden Angeboten zu suchen. „Er ist am Menschen ausgerichtet und nicht an der Finanzierung“, sagte Röper. Grundlage seien die Informationen der Anbieter und der Anfragenden. Die Plattform ist als lernendes System angelegt. Jetzt müsse sie noch mit Daten gefüttert werden, so die Geschäftsführerin.

Einsparungen für Anbieter möglich

Anbietern kann der Digitalassistent „enorme Einsparungen“ bringen, so Röper. Seine Nutzung könne Pflegedienstleitern zahlreiche Telefonate und somit Ressourcen sparen. „Die brauchen wir an anderer Stelle dringender.“ Die Plattform kann auch die Routenplanung berücksichtigen. So erhalten Anbieter automatisch keine Anfrage von Kunden, die nicht reinpassen.

Plattform für private und freigemeinnützige Dienstleister

Die Plattform wird Anbieter unabhängig von der Trägerschaft offen stehen. „Auch die privatwirtschaftlichen Einrichtungen werden Zugang haben“, sagte Röper. Die Finanzierung werde über ein Abo-Modell laufen, das sich wahrscheinlich an der Größe der Organisation orientieren wird. Entscheidend für den Erfolg der Plattform sei die Anzahl der registrierten Einrichtungen. Röper gibt sich keinen Illusionen hin: „Die größere Herausforderung ist nicht die Plattform aufzubauen, sondern Träger dazu zu bewegen, die Plattform zu nutzen.“

Mitunsleben als diakonisches Start-up gegründet

Die Mitunsleben wurde im vergangenen November von 16 diakonischen Gesellschaften gegründet. Ziel ist die Entwicklung einer digitalen Plattform, die Dienstleister und Hilfesuchende zusammenbringt. Die erste Plattform #mitpflegeleben richtet ist ein Angebot für die Altenhilfe. Angebote für Assistenzleistungen für behinderte Menschen sollen folgen.

40 Gemeinnützige sind bei Vediso Mitglied

Der Verband für Digitalisierung in der Sozialwirtschaft (vediso) ist ein Zusammenschluss von rund 40 gemeinnützigen Sozialunternehmen und Verbänden. Vediso unterstützt seine Mitglieder bei der Digitalisierung.

Kongress der Sozialwirtschaft 2019

Der Kongress der Sozialwirtschaft in Magdeburg stand in diesem Jahr unter dem Motto ‚Führung gestaltet. Generationenwechsel – Digitalisierung – Kulturwandel.‘ 440 Führungskräfte aus der Sozialwirtschaft nahmen an der zweitägigen Veranstaltung am 16. Und 17. Mai in Magdeburg teil. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die Bank für Sozialwirtschaft sowie der Nomos-Verlag richten den Kongress alle zwei Jahre aus. irg

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