Virtuelle Pflegekonferenz

Pflege liegt bei Digitalisierung weit zurück

Die Pflege ist die am geringsten digitalisierte Branche. Sie muss dringend aufholen. Wie, das zeigten Teilnehmer der zweiten virtuellen Pflegekonferenz des Nursit Institutes. Experten stellten per Videoschalte zahlreiche Projekte, Produkte und Dienstleistungen vor.

Chrysanth Sulzberger von Imito stellt eine App zur Wunddokumentation vor

BERLIN - „Wer Digitalisierung aufschiebt, riskiert einen Wettbewerbsnachteil“, sagte Heiko Mania, Geschäftsführer des Nursit Institutes zur Eröffnung der Konferenz. In Zukunft würden Patienten sich Gesundheitsdienstleister auch mit Blick auf deren digitalen Entwicklungsstand aussuchen.

Digitale Projekte vorgestellt

Das Nursit Institute veranstaltete die virtuelle Pflegekonferenz zum zweiten Mal. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin entwickelt digitale Produkte und Dienstleistungen für den Pflegebereich, beispielsweise eine Software für digitale Pflegedokumentation und Schulungsangebote im Bereich Pflegeinformatik.

In Vorträgen sprachen Vertreter verschiedener Unternehmen und Institute über digitale Projekte und Produkte im Pflegebereich. Sie waren live per Video zugeschaltet. Interessierte Zuhörer konnten sich von ihren Computern oder Smartphones in die Konferenz einloggen und in einem Chatfenster Fragen stellen. Die Vorträge wurden aufgezeichnet und können online abgerufen werden.

Patienten kommunizieren elektronisch

Das Patientenzimmer der Zukunft stellte Jan Schumann vor. Der 17-jährige Schüler aus Mönchengladbach arbeitet in Kooperation mit einem Krankenhaus in Essen an einem innovativen Krankenzimmerkonzept.

Im Mittelpunkt des Konzepts steht eine elektronische Kommunikationsanlage. Diese soll  Patienten und Pflegepersonal die Kommunikation ermöglichen, ohne dass die Pflegefachkraft ins Patientenzimmer gehen muss.

„Häufig hat der Patient nur eine Frage, die das Pflegepersonal ganz einfach über die Kommunikationsanlage beantworten kann, ohne den aktuellen Arbeitsplatz zu verlassen“, erklärte Schumann.

Per App dokumentieren

Chrysanth Sulzberger von Imito stellte eine App zur Wunddokumentation vor. Imito, ein IT-Unternehmen aus der Schweiz, vereinfacht mit seinen Produkten Prozesse der klinischen Dokumentation.

Sulzberger demonstrierte die Funktionsweise der App zur Wunddokumentation von Imito. Er zeigte, wie die App Wunden über die Handykamera vermisst, Fotos an den Arzt weiterleitet und direktes Feedback ermöglicht.

Sensoren analysieren Schlafverhalten

Ein weiteres innovatives Hilfsmittel im Pflegebereich stellte Stéphane Kaus von Compliant Concept vor. Compliant Concept ist ein Schweizer Unternehmen, das digitale Pflegelösungen anbietet.

Der sogenannte Mobility Monitor analysiert das Schlafverhalten, die Körperspannung und die Bewegung von Patienten über Sensoren unter der Matratze. „So wird die Mobilität des Patienten fortlaufend erfasst und das Risiko eines Dekubitus minimiert“, erläuterte Kaus.

Die nächste virtuelle Pflegekonferenz findet am 6. Dezember 2017 statt. sd

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der kommenden Ausgabe von Wohlfahrt Intern.

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