Teilhabe

Menschen mit Behinderung müssen mitentscheiden können

Inklusion ist eine erreichbare Utopie, sagt Uwe Mletzko, theologischer Geschäftsführer von Diakovere. Auch die evangelische Kirche habe Nachholbedarf.

Pastor Mletzko © Wohlfahrt Intern

•    Seit Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention gebe es mehr Partizipation

•    Nachholbedarf gibt es beim Wahlrecht

•    Führungskräfte sollten Menschen mit Behinderung auf Augenhöhe begegnen 

„Vor der UN-Behindertenrechtskonvention waren Mitsprache und Partizipation Fremdworte“, sagte Mletzko, der auch Geschäftsführer und Vorstand des Bundesverbands evangelischer Behindertenhilfe ist. Menschenrechte seien vor ihrer Verabschiedung oft verletzt worden, seitdem gäbe es viele positive Veränderungen.

Partizipation stehe nun zwar im Fokus. Doch es gebe immer noch Nachholbedarf. So seien Menschen mit Behinderungen von Wahlen in den Landeskirchen immer noch ausgeschlossen, so der Pastor Mletzko. Das solle sich aber bald ändern.

Inklusion ist realisierbar

In einer inklusiven Gesellschaft hätten alle die gleichen Rechte und Pflichten. Um dies umzusetzen, müssten die Menschen lernen, Veränderungen als positiv wahrzunehmen und ihre Barrieren in den Köpfen abbauen, so Mletzko. Die Inklusion sei dann erreicht, wenn keiner mehr darüber spricht und Menschen mit Behinderungen nicht mehr anders angeschaut würden. Dafür müssten behinderte Menschen mitentscheiden, auch in der Regierung, so der Geschäftsführer und Vorstand. Führungskräfte sollten für sie eintreten und auf Augenhöhe mit ihnen umgehen.

Populisten nicht in die Hände spielen

Die Werte einer Gesellschaft seien in Bewegung, das sei kein besonderes Phänomen unserer Zeit. Die Frage sei jedoch, wie man mit der Veränderung umgehe und bei welchen Bewegungen eingegriffen werden müsse. So müsse man in Debatten gegen Populismus halten. „Diese Gruppen machen nicht die Mehrheit aus, aber die Anfänge sollten wir ernst nehmen“, sagte Uwe Mletzko.

Das erste Forum zur Zukunft der sozialen Arbeit von contec fand mit knapp 100 Teilnehmenden in Berlin statt. Das Forum stand unter dem Motto: „Gesellschaft im Wandel – Soziale Arbeit zwischen Wertediffusion und Menschenwürde“. rv

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