Nachhaltigkeitsziele

Klimaschutz erfordert mehr Zusammenarbeit

Die Wohlfahrtsverbände sollen Maßnahmen für den Klimaschutz ergreifen, fordert Wilhelm Schmidt, Präsident des AWO Bundesverbands. Der Klimawandel ist nicht die einzige globale Herausforderung für die Verbände.

AWO-Präsident Schmidt © Wohlfahrt Intern

  • Der AWO Bundesverband will globale Nachhaltigkeitsziele in sein Qualitätsmanagement übernehmen, um Druck auf die Mitglieder zu erzeugen.

  • Die Diakonie Deutschland will mit anderen Wohlfahrtsanbietern kooperieren, um Erfahrungen bei der Umsetzung der Ziele auszutauschen.

  • Repräsentanten der Wohlfahrtsverbände sehen deutlichen Nachholbedarf in ihren Einrichtungen.

Der AWO Bundesverband will die Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung in das eigene Qualitätsmanagement aufnehmen. „Damit erzeugen wir mehr Druck auf die Verbandsmitglieder“, sagte Wilhelm Schmidt, Präsident des AWO Bundesverbandes auf der Netzwerktagung ‚Die globalen Nachhaltigkeitsziele der freien Wohlfahrtspflege‛. Die bisherigen Appelle hätten nicht die gewünschte Wirkung erzielt.

Chancengleichheit herstellen

„Nachhaltigkeit ist auch eine Verteilungsfrage“, sagt Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland. Wenn nicht alle Menschen auf der Erde die gleichen Chancen bekämen, werde der Planet nicht überleben. Mit ihrer großen Marktmacht könnten sich die großen Verbände Deutschlands für nachhaltige Lieferketten einsetzen und so den Markt insgesamt zu mehr Nachhaltigkeit drängen. Die Verbände und Einrichtungen sollten für dieses Ziel ihre Erfahrungen teilen.

Teilnehmer sehen Nachholbedarf

„Die Wohlfahrt muss mit Vertretern der Entwicklungshilfe und des Umweltschutzes zusammenarbeiten“, sagt Imme Scholz, kommissarische Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungshilfe. Dabei könnten sie nur begrenzt auf Erfahrungen der Vergangenheit zurückgreifen. In der Altenhilfe könnten Wohngruppen nachhaltiger arbeiten als ein zentraler Heimbetrieb.    

Insgesamt sahen die Teilnehmenden deutlichen Nachholbedarf bei nachhaltiger Produktion und nachhaltigem Konsum, dem Klimaschutz sowie der Beschaffung von bezahlbarer und sauberer Energie. Ihre Stärken lägen dagegen bei der Gesundheitsversorgung, der Armutsbekämpfung und der Vermittlung von Bildung.

Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen betreffen 17 globale Herausforderungen, darunter die Bekämpfung von Armut, Hunger und Ungleichheit, Klimaschutz sowie menschenwürdige Arbeit. An der Netzwerktagung ‚Die globalen Nachhaltigkeitsziele der freien Wohlfahrtspflege‛ nahmen 60 Teilnehmer aus verschiedenen Verbänden teil. Sie fand am 26. und 27. September in Berlin statt. jh

 

 

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