Berliner Pflegekonferenz

Internationaler Austausch zur Zukunft der Pflege

Bietet die Rekrutierung von Fachkräften im Ausland einen Ausweg? Wie entstehen altersgerechte Lebensräume und Pflegestrukturen in Stadt und Land? Wie verändert sich der Pflegeberuf durch die Digitalisierung? Diese und viele weitere Fragen rund um die Zukunft der Pflege stehen im Fokus der 5. Berliner Pflegekonferenz, die am 8. und 9. November mit etwa 600 Teilnehmern aus Gesundheitspolitik, Pflegepraxis und Wissenschaft in Berlin stattfindet.

Die Versorgung der wachsenden Zahl älterer Menschen stellt uns angesichts des sich verschärfenden Fachkräftemangels vor Herausforderungen. Am Beispiel und unter Mitwirkung Vietnams, dem diesjährigen Partnerland der Pflegekonferenz, diskutieren daher Gesundheitspolitiker und Experten aus der Pflege, inwieweit die Rekrutierung ausländischer Fachkräfte eine Entlastung darstellen kann. Vietnam weist eine demografische Entwicklung auf, die gegensätzlich zu der in Deutschland verläuft: Durch ein stetiges Bevölkerungswachstum zählt Vietnam aktuell mehr als 94 Millionen Einwohner und hat dabei eine vergleichsweise junge Bevölkerung.

Zusammenarbeit bietet Chancen

Gerade aber für die Jugendlichen fehlen ausreichende Ausbildungsmöglichkeiten und es gibt für viele keine Perspektive auf einen erfolgreichen Einstieg in das Erwerbsleben. Ergibt sich durch eine Zusammenarbeit die Chance, gemeinsam einen Beitrag zur Lösung der Probleme beider Länder zu erarbeiten? Aus ihren Erfahrungen berichten hierzu unter anderem René Herrmann, Geschäftsführer der Vivantes Hauptstadtpflege und Gabriela Soskuty, Senior Vice President Global Government Affairs & Market Access der B. Braun Melsungen AG.

Sonderpreis geht an das Caritas-Dekanat Linzgau

Der Sonderpreisträger des Marie Simon Pflegepreises 2017 – die Caritas-Konferenzen im Dekanat Linzgau – rückte einen anderen Aspekt der Internationalisierung in der Pflege in den Fokus: Bis zu 300.000 Menschen aus Osteuropa wohnen und arbeiten in deutschen Haushalten, wo sie Pflegebedürftige betreuen. Viele dieser Pflegekräfte kommen über Vermittlungsagenturen, die oft mit einer ‚24-Stunden-Pflege’ werben. Die Schattenseite dabei ist, dass diese Pflegekräfte häufig überlastet werden und hierzulande keinen sozialen Anschluss finden. Die Caritas-Konferenzen im Dekanat Linzgau berücksichtigen mit ihrem Besuchsdienst nicht nur die Pflegebedürftigen, sondern integrieren und unterstützen auch die osteuropäischen Pflegekräfte. Auf der diesjährigen Pflegekonferenz wird dieses Thema mit einem eigenen Fachforum aufgegriffen, um Lösungen bei aufkommenden Problemen aufzuzeigen sowie Möglichkeiten zur legalen und menschenwürdigen Gestaltung von Beschäftigungsverhältnissen zu diskutieren.

Bedürfnisse aller darstellen

Ein besonderer Fokus der zweitägigen Pflegekonferenz liegt darauf, die Bedürfnisse aller Beteiligten darzustellen. So kommen in der Diskussionsrunde ‚Leben mit Demenz’ Betroffene zu Wort, im Rahmen der feierlichen Abendveranstaltung werden engagierte Pflegeprojekte mit dem Marie Simon Pflegepreis gewürdigt und in einem World Café wird diskutiert, wie ‚Deutschlands größter Pflegedienst’ – die pflegenden Angehörigen – unterstützt werden können.


Weitere Informationen, Programm und Anmeldung zur Berliner Pflegekonferenz: www.berliner-pflegekonferenz.de.


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