Caritas AKMAS

Flächentarif braucht Kooperation kirchlicher Träger

Kirchliche und nichtkirchliche Träger müssten sich für einen bundesweiten Branchentarifvertrag in der Pflege zunächst annähern. Das unterstrich Kerstin Griese, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf dem parlamentarischen Abend des Arbeitskreises der Mitarbeitervertretungen der Caritas.

Kerstin Griese, Parlamentarische Staatssekretärin

BERLIN – Erst dann können die Tarife auf die Privaten ausgeweitet werden, so die Staatssekretärin weiter. Das Ziel der Regierung sei ein bundesweit gültiger Branchentarifvertrag. Höhere Kosten für Personal sollten nicht als Ausrede dienen, schlecht zu bezahlen.

Flächentarifverträge ermöglichen

Dem stimmte Heike von Gradolewski-Ballin, Verdi-Bereichsleiterin für Tarifpolitik zu. Die Trägerstrukturen seien zu uneinheitlich. „Es müssen Strukturen geschaffen werden, die Flächentarifverträge ermöglichen“, sagte sie. Der Tarifvertrag Pflege in Bremen sei dabei ein guter erster Schritt.

Anteil der Freigemeinnützigen sinkt

Eva Welskop-Deffaa ging auf die große ökonomische Bedeutung des Sozialwesens ein. „Jeder sechste Arbeitsplatz fällt in das Sozialwesen“, sagte sie als Vorstand des Deutschen Caritasverbands. Es sei ein boomender Wirtschaftsbereich, jedoch sinke der Anteil von Caritas, Diakonie und anderen Freigemeinnützigen. „Wir stehen in Konkurrenz mit den privaten Anbietern, in einer Branche, in der die Qualität und Produktivität größtenteils von den Arbeitnehmern abhängt“, so Welskop-Deffaa. Mitarbeiter seien Motor und Kern der Arbeit.

Politik muss aus der Praxis lernen

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Weiß erteilte der unlauteren Konkurrenz eine Absage. „Es kann nicht der Sinn von Wettbewerb sein, dass die ordentlichen, ethischen Anbieter unter Druck kommen und rote Zahlen schreiben“, sagte der  Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Bei der Digitalisierung müsse man mehr auf die Mitarbeiter achten. Wenn man nicht wolle, dass die Mitarbeiter unter die Räder kämen, müsse man sie rechtzeitig vorbereiten und weiterbilden, so Weiß. Er forderte Gäste der Veranstaltung auf, mehr Praxiserfahrungen in die Politik einzubringen. „Wir brauchen Ideen für Strategien, um die Veränderungen bewältigen zu können.“, sagte der Abgeordnete. rv

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