Personaluntergrenzen

DKG und Pflegerat wollen Personaleinsatz selbst bestimmen

Krankenhäuser und Pflegerat wollen selbst über den Personaleinsatz in den Häusern bestimmen. Das neue Instrument zur Pflegepersonalbemessung soll in zwei Jahren fertig sein, kündigte der DKG-Präsident Gerald Gaß an.

DKG-Präsident Gaß

BERLIN – Die derzeitigen Personaluntergrenzen seien keine Lösung. Sie seien zu kompliziert und zu bürokratisch. „Wir wollen Verantwortung für den Personaleinsatz in unseren Krankenhäusern zurück“, forderte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Es müsse Spielraum für den Einsatz von Personal innerhalb eines Hauses geben.

Einhaltung von Personalgrenzen angemahnt

Johann Magnus von Stackelberg betonte dagegen, dass jedes Krankenhaus in der Pflicht sei, gute Pflege auch nachts, an Wochenenden oder an Feiertagen zu gewährleisten. „Wer das nicht schafft muss mit Schließungen rechnen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes. Die Personaluntergrenzen stünden im Gesetz. Wer sie nicht einhalte, breche das Gesetz, mahnte der Kassenvertreter. 

Untergrenzen überflüssig machen

Die DKG will mit dem deutschen Pflegerat, den Pflegekammern und den Gewerkschaften ein Personalbemessungsinstrument entwickeln, das eine angemessene Pflegepersonalausstattung definiere und die Pflegepersonaluntergrenzen überflüssig mache, teilte die DKG in einer Pressemeldung mit. Mit dem neuen Instrument solle ein Krankenhaus anhand seines Versorgungsauftrags bewertet werden und weiterhin selbst entscheiden können, wo es Pflegekräfte einsetzt.

Mehr als 1.500 Teilnehmer und 150 Referenten waren zum 18. Nationalen DRG-Forum nach Berlin gekommen. Das Forum gilt als eines der wichtigsten Diskussionsplattformen für Krankenhausmanager und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft. dh

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