Tarifstreit

AWO-Mitarbeiter wollen Gleichbehandlung

Erzieher und Altenpflegehelfer der Arbeiterwohlfahrt in NRW haben am Dienstag öffentlich für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen protestiert. Verdi zufolge gingen landesweit mehr als 2000 Beschäftigte auf die Straße. Sie forderten 6,5 Prozent mehr Lohn und zusätzliche freie Tage.

DÜSSELDORF - Die Aktionen sollten ein Warnschuss in Richtung der Arbeitgeber sein, damit diese zu den Tarif-Verhandlungen zu Beginn der kommenden Woche ein „verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch legen.“ Ziel sei es, Lohnunterschiede zwischen städtischen Mitarbeitern und denen der AWO zu beseitigen. Die bisherige Offerte der AWO-Arbeitgeberseite von fünf Prozent findet Verdi inakzeptabel: Ab dem 1. Oktober zwei Prozent plus 120 Euro Einmalzahlung sowie ab dem 1.Juli 2013 und 1.Januar 2014 je 1,5 Prozent mehr Lohn. Den Auszubildenden boten sie ab Oktober 50 Euro und ein Jahr später noch einmal 40 Euro an.

Arbeitgeber reagieren mit Unverständnis

Damit bliebe das Angebot der Arbeitgeber deutlich hinter dem gültigen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst zurück, so Verdi. Der Arbeitgeberverband der AWO reagierte mit wenig Verständnis auf die Protestaktionen von Verdi. Mit fünf Prozent Lohnerhöhungen habe man den Mitarbeitern ein gutes Angebot vorgelegt, so Gero Kettler, Geschäftsführer des AWO-Arbeitgeberverbandes, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. jek

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