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Klimaschutz
Aktualisiert am 30.09.2019 - 14:50

AWO-Altenheim will klimafreundlicher pflegen

Heimleiterin Meyerhöfer, Qualitätsmanagerin Evy © Wohlfahrt Intern

Das Seniorenzentrum Grünwinkel der AWO Karlsruhe will in einem Jahr den Ausstoß von CO2 erheblich reduziert haben. Mehrere Ansätze sollen Entlastung bringen.

  • Das Seniorenzentrum Grünwinkel möchte klimafreundlich pflegen.
  • Das Heim will CO2-Einsparungen vor allem über die Verpflegung und die Energieversorgung erzielen.
  • Auch beim Stromverbrauch soll es Einsparungen geben.

Das Seniorenzentrum Grünwinkel der AWO Karlsruhe wartete bei der Netzwerktagung zu den globalen Nachhaltigkeitszielen in der freien Wohlfahrtspflege mit einem Best Practice zum Klimaschutz auf . Um den eigenen Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren, erstellte die Heimleitung zunächst einen CO2-Fußabdruck für die Einrichtung. „Unsere Untersuchung ergab, dass allein die Verpflegung 50 Prozent unserer CO2-Emissionen ausmacht“, sagte Dorothèe Eby, Qualitätsmanagerin bei der AWO Karlsruhe. 26 Prozent des Ausstoßes entfielen auf die Heizung.

Fleischanteil reduziert

Bei den beiden Faktoren Verpflegung und Heizung will die Qualitätsmanagerin ansetzen. „Wir haben den Fleischanteil bei der Ernährung von 800 Gramm auf 650 Gramm pro Woche reduziert“, sagte Eby. Bis 2020 seien 600 Gramm geplant. Das habe das Heim ohne Rücksprache mit den Bewohnern und Angehörigen umgesetzt, um Proteste zu vermeiden. Das Vorgehen sei jedoch mit der Heimaufsicht abgesprochen. Außerdem verwende die Küche des Seniorenzentrums jetzt fast ausschließlich regionale und saisonale Produkte und greife immer weniger auf Fertiggerichte zurück, sagt Beate Meyerhöfer, Leiterin des Zentrums.

Energieverbrauch soll sinken

Zudem sollen bis 2020 die Heizkosten um zehn Prozent sinken. Dazu will das Management eine hydraulische Heizpumpe einbauen und Thermostate installieren. Diese halten die Temperatur auf vorher bestimmten Levels konstant.

Weiter soll der Stromverbrauch um 15 Prozent sinken. „Wir wollen Bewegungsmelder und LED-Lampen im Haus installieren“, sagte Evy. Dadurch solle sich das Licht automatisch abschalten, wenn ein Raum leer ist. Zudem sei die Umstellung des Fuhrparks auf Elektroautos geplant. Mitarbeiter sollen künftig einen Rabatt für den Kauf eines Fahrrades oder E-Bikes erhalten. Außerdem soll es eine elektrische Ladesäule geben, so Evy. Die Maßnahmen seien zu ihrer Überraschung kostenneutral gewesen.

An der Netzwerktagung ‚Die globalen Nachhaltigkeitsziele der freien Wohlfahrtspflege‛ nahmen rund 60 Teilnehmer aus verschiedenen Verbänden teil. Sie fand am 26. und 27. September in Berlin statt. jh

 

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