Heute ist Dienstag , der 07.12.2021

Wohlfahrt Intern
www.wohlfahrtintern.de
Kitas
Aktualisiert am 22.04.2021 - 12:50

„Wir müssen wieder hörbar werden“

Stefan Spieker, Geschäftsführer Fröbel Bildung und Erziehung © FRÖBEL e.V./ Bettina Straub

In Berlin hat sich ein neues Bündnis von Kita-Trägern gebildet. Die Politik muss die Leistung der freien Träger endlich anerkennen, sagt Stefan Spieker, Geschäftsführer von Fröbel.

  • In der Hauptstadt haben sich zehn freigemeinnützige Kita-Träger zu einem überverbandlichen Bündnis zusammengeschlossen.

  • Die Allianz fühlt sich in der Coronakrise nicht gut durch die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege vertreten.

  • Sie kritisieren die fehlende Hauptstadtzulage, die kurzfristigen Änderungen zum Notbetrieb, die chaotische Teststrategie und den Ausbau-Stopp für Kitas.

In Berlin hat sich ein neuer Zusammenschluss aus zehn freigemeinnützigen Kita-Trägern gebildet. Die Allianz fühlt sich durch die Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in der Coronakrise nicht gut vertreten. Die Spitzenverbände hätten es nicht geschafft, den fortwährenden Zumutungen von politischer Seite etwas Wirksames entgegenzusetzen, heißt es in dem Gründungsaufruf.

Bündnis will Verhandlungsposition stärken

Das Bündnis plant verschiedene Aktionen, um die Verhandlungsposition der freien Träger gegenüber der Politik zu stärken. „Die Verantwortlichen müssen ein neues Gespür dafür entwickeln, dass es die freien Träger sind, die in Berlin seit Jahren mit Abstand die meisten Kita-Plätze schaffen und die größte Zahl an Fachkräften ausbildet“, sagt Stefan Spieker, Geschäftsführer von Fröbel Bildung und Erziehung.

Coronapolitik sorgt für Ärger

Die neue Allianz kritisiert die fehlende Hauptstadtzulage für Beschäftigte der freien Träger, die kurzfristigen Änderungen zum Notbetrieb, die chaotische Teststrategie und den Ausbau-Stopp für Kitas. „Wir müssen die Argumente und Positionen der freien Träger und ihrer Beschäftigten in dieser Stadt wieder hörbar machen“, so Spieker.

Der Zusammenschluss repräsentiert rund 150 Kitas in der Hauptstadt. Das Bündnis soll keine dauerhafte Institution werden, sondern zeitlich auf die Coronakrise begrenzt sein. Gründungsmitglieder sind neben Fröbel unter anderem der DRK Kreisverband Berlin-Nordost, die Volkssolidarität Berlin und der Evangelische Kirchenkreisverband für Kindertageseinrichtungen Berlin Mitte-Nord. fb

© Wohlfahrt Intern