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DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen
Aktualisiert am 08.07.2015 - 10:17

Klinik-Mitarbeiter wehren sich gegen Verkauf

Die Klinikleitung der Freiburger Universitätsklinik möchte die Transfusionsmedizin auslagern, die betroffenen Angestellten stemmen sich trotz Maulkorb gegen die Veräußerung.

FREIBURG - Rund 120 Beschäftigte des Medizinischen Versorgungszentrums Transfusionsmedizin an der Uniklinik in Freiburg wehren sich gegen die Verkaufspläne der Klinik. Wie die Badische Zeitung berichtet sollen Blutbank, Blutspendedienst und weitere Aufgabenbereiche an das DRK veräußert werden. Die Uniklinik reagierte auf die Diskussion um den Verkauf indes mit einem Verbot für die Mitarbeiter. Den Angestellten ist es untersagt, sich bezüglich des Themas an die Öffentlichkeit zu wenden. Zusammen mit Personalrat und Verdi haben die Mitarbeiter auf einer Pressekonferenz am 7. Juli dennoch anonym Argumente gegen den Verkauf präsentiert. Neben Gehaltseinbußen und möglichen Arbeitsplatzverlust befürchten die Vertreter auch, dass die Uniklinik in eine wirtschaftliche Abhängigkeit geraten könnte. „Das DRK agiert quasi als Monopolist auf diesem Markt“, so Andreas Hauß vom Uniklinik-Personalrat in der Badischen Zeitung. Ein weiteres Argument gegen den Verkauf ist die Art des Geschäfts. Verdi-Bezirksgeschäftsführer Reiner Geis spricht von einem Kopplungsgeschäft. Demnach wolle das DRK der Klinik im Gegenzug zum Verkauf offenbar einen Reinraum zur Verfügung stellen. Dort kann nahezu keimlos gearbeitet und geforscht werden. te

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