Heute ist Samstag , der 11.07.2020

Wohlfahrt Intern
www.wohlfahrtintern.de
St. Franziskus-Stiftung Münster
Aktualisiert am 09.10.2015 - 14:58

Symposium zum Aktionsplan Pflege 2020

Der Bedarf an Kranken- und Altenpflege wird in den nächsten Jahren wachsen. Allein die demografische Entwicklung zeigt dies deutlich an. Unklar ist, wer diese Pflege in Zukunft leisten soll. Zahlreiche Krankenhäuser, Seniorenheime und Pflegedienste haben schon jetzt Probleme, offene Stellen qualifiziert zu besetzen.

MÜNSTER – Das hat nicht nur finanzielle Gründe. Es geht auch um Wertschätzung. Das wurde beim Pflegesymposium 2015 der St. Franziskus-Stiftung Münster deutlich.

Zukunft der Krankenpflege

Zu der Fachveranstaltung kamen rund 150 Teilnehmer ins Marienhaus am St. Franziskus-Hospital – Führungskräfte der Pflege wie etwa Stations- und Funktionsleitungen aus den 13 Allgemeinkrankenhäusern und Fachkliniken der Franziskus Stiftung. Die Stiftung zählt zu den größten konfessionellen Krankenhausträgern Deutschlands. Bearbeitet wurden Fragen rund um Selbstverständnis und Zukunft der Krankenpflege.

Pflegerische Qualität weiterentwickeln

Um sich für die Zukunft zu wappnen, hat Barbara Köster, Leiterin der Stabsstelle Pflege- und Prozessmanagement der Franziskus Stiftung, den Aktionsplan Pflege 2020 erarbeitet. „Damit wollen wir die pflegerische Qualität sichern und weiterentwickeln, insbesondere angesichts der großen Herausforderungen der nächsten Jahre“, so Köster. Es gehe darum, Projekte und Maßnahmen sowohl für einzelne Krankenhäuser und Berufsgruppen als auch hausübergreifend und interprofessionell umzusetzen. „Ein zentrales Ziel ist die Stärkung der Attraktivität der Pflegeberufe“, hob die Expertin hervor.

Pflege soll Flagge zeigen

Das Pflegesymposium sei als klares Zeichen der Wertschätzung für die Pflege zu verstehen, unterstrich Daisy Hünefeld vom Vorstand der Franziskus Stiftung in ihrem Grußwort. Von den rund 10.000 Mitarbeitern in den Hospitälern, Einrichtungen und Gesellschaften der Stiftung sei mit 3.287 Beschäftigten die mit Abstand größte Berufsgruppe in der Pflege tätig. „Sie arbeiten überaus engagiert und verfügen über eine hohe Fachkompetenz“, so Hünefeld. Die Pflege könne und solle selbstbewusst auftreten. „Zeigen Sie Flagge, arbeiten Sie das spezifisch pflegerische Profil heraus und stehen Sie dafür ein“, gab sie ihren Zuhörern mit auf den Weg. dh

© Wohlfahrt Intern
Artikel weiterempfehlen