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Caritas-Dienstgeber
Aktualisiert am 17.04.2015 - 10:35

Lohngefüge der Caritas bedroht

Die Dienstgeberseite der Arbeitsrechtlichen Kommission der Caritas sieht aufgrund der Forderung der Gewerkschaften nach einer Höhergruppierung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst, Probleme auf die eigenen Einrichtungen zukommen.

FREIBURG - Die Dienstgeber sehen das Lohngefüge in ihren eigenen Einrichtungen durch die Forderungen bedroht. Zudem kämen in der öffentlichen Debatte um die Traifverhandlungen des Verbunds Kommunaler Arbeitgeber und Verdi, die anderen großen Hilfebereiche wie die Behidnertenhilfe neben den Kitas zu kurz. Die Dienstgeber weisen in einer Pressemitteilung daraufhin, dass auch die Kosten der Kommunen für Personal in Einrichtungen anderer Träger steigen könnten.

Dominoeffekt bei Gehaltgefüge

Lioba Ziegele, Sprecherin der Dienstgeberseite der Arbeitsrechtlichen Kommission sagt, dass wenn Erzieherinnen und Erzieher in kommunalen Einrichtungen künftigt im TVöD vier Lohngruppen höher eingestuft werden, wie Verdi und die Mitarbeiterseite der Caritas es derzeit fordern, der Dominoeffekt das Gehaltsgefüge etwa in Caritas-Einrichtungen der Behindertenhilfe aus dem Lot bringen würde.

Einrichtungen in Gefahr

Besonders heftig würden auch Caritas-Angebote wie die Beratung von Geflüchteten, allgemeine Sozialberatung, Wohnungslosenhilfe oder Schuldner- und Insolvenzberatung getroffen, die von der öffentlichen Hand kaum mehr angeboten würden. „Im Einzelfall bedeuten die höheren Personalkosten das Aus für die Beratungsstellen, denn diese Einrichtungen sind häufig klein und unterfinanziert“, sagt Lioba Ziegele. Gehaltszuschläge von bis zu 20 Prozent, wie auch die VKA sie aufgrund der Verdi-Forderungen befürchtet, seien nicht zu schultern, so die Sprecherin.  jek

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