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Digitalisierung
Aktualisiert am 14.01.2021 - 15:00

„Kitas verpassen eine Chance“

KTK-Vorsitzender Bieber © Verband Katholischer Tageseinrichtungen

Der Verband katholischer Tageseinrichtungen für Kinder fordert mehr Unterstützung beim Ausbau digitaler Angebote. Es brauche wie im schulischen Bereich einen Digital-Pakt Kita, sagt Clemens Bieber, Vorsitzender des Bundesverbands.

  • Kitas sollten sich in der Krise besser digital aufstellen, sagt Clemens Bieber vom Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK).
  • Kitas lägen im Vergleich zur Schule noch weit zurück.
  • Die Regierung müsse nun Trägern und Einrichtungen helfen, Konzepte zu entwickeln.

Kitas sollten in der Lage sein, zu allen Kindern und ihren Familien digital Kontakt zu halten und Beratung anbieten zu können. Das fordert Clemens Bieber, Vorsitzender des KTK-Bundesverbandes, in der Coronakrise. Die Möglichkeit, Materialien oder Informationen schnell zu den Familien nach Hause zu bringen, erleichtere den Alltag und wirke gegen die Einsamkeit der Kinder.

Nachhaltige digitale Konzepte entwickeln

Die digitale Ausstattung von Kitas sei ein absolutes Muss. „Was wir jetzt investieren, wird sich nach der Krise doppelt auszahlen“, sagt Bieber. Die Regierung müsse nun Einrichtungen und Träger dabei unterstützen, nachhaltige Konzepte zu entwickeln. Kitas käme bei der Digitalisierung eine besondere Verantwortung zu, da nur manche Kinder den sicheren und kreativen Umgang mit Medien in der Familie lernen würden und andere nicht. Deshalb sei eine gute digitale Ausstattung der Kitas wichtig.

Der KTK-Bundesverband ist ein Fachverband des Deutschen Caritasverbandes. In ihm sind rund 8.000 katholische Kindertageseinrichtungen mit über 106.000 pädagogischen Fachkräften organisiert. rv

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