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Corona-Hilfen
Aktualisiert am 18.02.2021 - 13:47

Caritas München fordert Rettungsschirm bis Ende 2021

Caritasvorstand Schwarz © Caritas München/Kiderle

„Wir brauchen Planbarkeit“, fordert Thomas Schwarz. Der stellvertretende Caritasdirektor München und Freising will mehr finanzielle Sicherheit für soziale Einrichtungen in der Coronakrise.

  • Die Caritas München und Freising fordert eine Verlängerung der Rettungsschirms für soziale Einrichtungen bis Ende des Jahres.

  • Einrichtungen wie Sozialkaufhäuser oder Zuverdienstprojekte für Menschen mit Handicaps bräuchten zusätzliche Hilfen.

  • Bei Hilfen für Altenheimen drohen Rückzahlungen.

Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising fordert von der Bundes- und Landespolitik eine Verlängerung des Rettungsschirms für die Sozialwirtschaft bis mindestens Ende des Jahres. Es brauche wirtschaftliche Planbarkeit sowie belastbare Aussagen der Politik, sagt der stellvertretende Caritasdirektor von München und Freising Thomas Schwarz. Die Wohlfahrtsverbände dürften nicht sitzen bleiben auf Defiziten, die durch die Coronaandemie entstanden seien.

Anträge zu kompliziert

Auch Sozialkaufhäuser oder Zuverdienstprojekte für Menschen mit Handicaps bräuchten zusätzliche Mittel. Zwar gebe es seit kurzem Liquiditätsbeihilfen aus dem Corona-Teilhabe-Fonds, allerdings sei das Antragsverfahren kompliziert und aufwendig, erläutert Reiner Ulbricht, Caritas-Abteilungsleiter für Entgelte und Zuschüsse. Zudem sei unsicher, ob und wann Beihilfen gezahlt würden.

„Auch hinsichtlich der Erstattungen der coronabedingten Mehrkosten in den Altenheimen besteht große Unsicherheit“, erläutert der Caritas-Finanzvorstand. Schwarz fürchtet Rückzahlungsforderungen angesichts von Auslegungsspielräumen und zu erwartender klammer öffentlicher Kassen.

Bearbeitung zu langsam

Ein weiteres Problem seien der Caritas zufolge Erstattungen für Personal, das wegen Erkrankung oder Quarantäne-Maßnahmen ausgefallen sei. „Da kann durchaus noch mehr Tempo rein“, fordert Vorstandsmitglied Schwarz. Von 57 Anträgen im September seien bisher nur drei Anträge bearbeitet worden. dh

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