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AWO KV Frankfurt am Main /AWO KV Wiesbaden
Aktualisiert am 17.01.2020 - 10:13

Staatsanwaltschaft durchsucht AWO-Kreisverbände

Die Staatsanwaltschaft hat mehrere Räume der AWO Wiesbaden und der AWO Frankfurt am Main durchsucht. Grund sind mehrere Vorwürfe gegen die AWO.

  • Die Staatsanwaltschaft durchsucht Räume der AWO Kreisverbände Frankfurt am Main und Wiesbaden sowie Privatwohnungen.

  • Die Stadt Frankfurt soll um einen hohen sechsstelligen Betrag betrogen worden sein.

  • Der Verdacht richtet sich gegen sechs Personen aus zum Teil leitenden ehrenamtlichen Positionen.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat sechs Privatwohnungen und acht Büroräume im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen die AWO-Kreisverbände Frankfurt am Main und Wiesbaden durchsucht. Die Razzien fanden in Frankfurt am Main, Wiesbaden, Berlin, Bad Schwalbach und Schöneck statt. Die Ermittlungen richten sich gegen zwei Frauen und vier Männer im Alter zwischen 40 und 63 Jahren, ließ die Behörde wissen. Sie seien zum Teil bei beiden Verbänden in leitender ehrenamtlicher Funktion tätig.

Personalkosten sollen zu hoch abgerechnet worden sein

Sie stehen im Verdacht, die Stadt Frankfurt am Main mit falsch abgerechneten Personalkosten bei zwei Flüchtlingsunterkünften im hohen sechsstelligen Bereich betrogen zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zudem sollen die Verdächtigen die AWO durch überhöhte und ungerechtfertigte Honorare, Vergütungen und Dienstwagenpauschalen geschädigt haben. Die AWO-Verbände Frankfurt am Main und Wiesbaden äußerten sich nicht zu den Vorwürfen.

Die AWO Frankfurt am Main ist in der Kinderbetreuung, der Jugendarbeit, der Altenhilfe, der Sozialberatung und der beruflichen Fort- und Weiterbildung tätig. Die AWO Wiesbaden verfügt über acht Ortsvereine und beschäftigt rund 600 hauptamtliche Mitarbeiter. Sie betreibt Seniorenwohnheime, Kindertagesstätten und eine Familienhilfe. jh

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