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AWO KV Wiesbaden
Aktualisiert am 14.05.2020 - 09:06

Ermittlungen veranlassen CDU-Politiker zu Rücktritt

Ein Mitglied der Wiesbadener CDU-Rathausfraktion legt sein Amt nieder, weil die Staatsanwaltschaft gegen das frühere Arbeitsverhältnis seiner Tochter bei der AWO Wiesbaden ermittelt. Die AWO sieht für den Rücktritt keinen Anlass.

  • Ein Politiker der CDU-Rathausfraktion legt sein Mandat wegen Ermittlungen gegen die frühere Tätigkeit seiner Tochter bei der AWO Wiesbaden nieder.

  • Die AWO Wiesbaden sieht keinen Grund für die Niederlegung des Mandats.

  • Die Tochter des Politikers soll vom Verband zwei Jahre lang ein Gehalt ohne Gegenleistung erhalten haben.

Ein Mitglied der CDU-Rathausfraktion in Wiesbaden legt sein Mandat Anfang Juli nieder. Grund sind staatsanwaltschaftliche Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis seiner Tochter bei der AWO Wiesbaden. Das habe der Politiker der Fraktion zufolge in einem gemeinsamen Gespräch mit dem Fraktionsvorstand mitgeteilt. Die aktuelle Diskussion um seine Person belaste seine Tätigkeit für und in der Fraktion.

Belege für Arbeitsleistung fehlen

Der Vorsitzende der AWO Wiesbaden, Wolfgang Hessenauer, sieht keinen Grund für den Rücktritt des Politikers. Bislang gebe es keine Hinweise, dass das Mitglied der Wiesbadener CDU-Rathausfraktion zugunsten seiner Tochter über die Gehaltshöhe verhandelt habe. Es würden jedoch Belege fehlen, dass die Tochter des Politikers entsprechend ihrer Bezahlung Arbeitsleistungen erbracht hat. Nach einer anonymen Strafanzeige gegen den Politiker und seine Tochter nahm die Staatsanwaltschaft Frankfurt Ende April Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue auf.

Die AWO Wiesbaden betreibt unter anderem Angebote in der Alten- sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Sie beschäftigt knapp 600 Mitarbeitende. sd

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