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Arbeitszeit
Aktualisiert am 18.05.2021 - 11:40

„Wir brauchen eine 35-Stunden-Woche in der Pflege“

Vorsitzender Wolfshörndl © AWO LV Bayern

Die AWO Bayern will den Pflegeberuf attraktiver machen. Ein wichtiges Mittel dafür sei die Reduzierung der Arbeitszeit, sagt Stefan Wolfshörndl, Vorsitzender des Landesverbandes.

  • Stefan Wolfshörndl, Vorsitzender der AWO Bayern, spricht sich für eine 35-Stunden-Woche in der Pflege aus.

  • Die Reduzierung der Arbeitszeit würde zu weniger Kündigungen und einem niedrigeren Krankenstand führen.

  • Die Forderung ist Teil eines Positionspapiers der AWO Bayern zum Internationalen Tag der Pflege.

Der Vorsitzende der AWO Bayern, Stefan Wolfshörndl, fordert die Einführung der 35-Stunden-Woche in der Pflege bei vollem Lohnausgleich. „Damit würden wir unter anderem eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, höhere Renten im Alter, weniger Kündigungen und einen niedrigeren Krankenstand erreichen“, sagt er. Der Pflegeberuf würde so attraktiver und dem Pflegenotstand effektiv entgegengewirkt. Wolfshörndl verweist auf die westdeutsche Metallindustrie, in der die 35-Stunden-Woche bereits seit 1995 gilt.

Personalschlüssel anheben

Die Forderung ist Teil eines Positionspapiers, das der Landesfachausschuss Altenhilfe der AWO Bayern anlässlich des Internationalen Tages der Pflege am 12. Mai erstellt hat. Weitere Forderungen der AWO Bayern sind die Reduzierung der Eigenanteile für Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner, eine deutliche Anhebung der Personalschlüssel in der Pflege zur Reduzierung der Arbeitsüberlastung sowie eine tarifliche Gleichstellung der Langzeitpflege mit der Akutpflege.

Der AWO Landesverband Bayern beschäftigt über 33.000 hauptamtliche und 13.500 ehrenamtliche Mitarbeitende in mehr als 1.900 Einrichtungen und Diensten. Der Verband hat rund 60.000 Mitglieder und ist in allen Bereichen der soziale Arbeit, Erziehung, Bildung und des Gesundheitswesens aktiv. sd

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