Zeitarbeit

„Wir sind näher am Arbeitnehmer dran“

Schlechte Personalarbeit treibe Pflegekräfte in Zeitarbeit, sagte Dennis Greenfield. Der Geschäftsführer des Personaldienstleisters AÜG Human Resources nennt die Gründe.

Geschäftsführer Greenfield bei der Podiumsdiskussion © Wohlfahrt Intern

  • Leiharbeit verhindere einen größeren Verlust von Pflegekräften für die gesamte Branche, sagte Dennis Greenfield.
  • Die Firmen würden Pflegekräften bessere Bedingungen bieten.
  • Fast die Hälfte des Verbands privater Anbieter beschäftigt Leiharbeiter.

Die Leiharbeit würde verhindern, dass eine noch größere Zahl von Pflegekräften den Pflegemarkt komplett verlassen, sagte Dennis Greenfield. Viele Pflegekräfte könnten dem Beruf nur mit bestimmten Bedingungen erhalten bleiben. Diese würden Leiharbeitsfirmen liefern. „Das wir teurer sind ist logisch“, so Greenfield. So gebe es beispielsweise Pflegekräfte, die sich durch ein Studium weiterbilden wollen, dafür bräuchten sie garantiert jeden Freitagnachmittag und jeden Samstag frei. Dies würden Arbeitgeber ablehnen und die Pflegekraft deswegen zur Leiharbeit wechseln. Außerdem würden sich Zeitarbeitsfirmen mehr Zeit für die Pflegekräfte nehmen und zuhören. Das würde als Wertschätzung wahrgenommen, sagt Greenfield.

„Wir versuchen möglichst auf Zeitarbeit zu verzichten“, sagte Herbert Mauel, Geschäftsführer des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste. Bei einer Onlinebefragung der Einrichtungen des Verbands gaben jedoch 44 Prozent an Leiharbeitnehmer zu beschäftigen. Viele würden gerne auf die Zeitarbeit verzichten, wüssten aber nicht wie. Die Einrichtungen würden Zeitarbeit vor allem wegen Mangel an verfügbaren Fachkräften für Festanstellungen oder die kurzfristige Deckung von Personalbedarf nutzen. Die Stammbelegschaft würde dabei zu den unattraktiven Arbeitszeiten arbeiten müssen. Außerdem meldeten 36 Prozent der Befragten, dass nach einem Einsatz von Zeitarbeitern, Pflegekräfte die Einrichtung zu einer Zeitarbeitsfirma verlassen hätten.

Zur Veranstaltung:

Am 16. Contec Forum vom 15. Bis 16. Januar in Berlin nahmen rund 200 Entscheider aus Politik und Pflegebranche teil. Die Veranstaltung stand unter dem Thema ‚Pflege unter Denkmalschutz? KAP, moderne Geschäftsmodelle und Personalkonzepte im Fokus der Branche‛. rv

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