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Hauptstadtzulage
Aktualisiert am 22.10.2020 - 10:38

„Wir nehmen die Ungleichbehandlung nicht hin“

Geschäftsführerin Gabriele Schlimper © Holger Gross

Der Paritätische Berlin kritisiert die Verteilung der Hauptstadtzulage durch die Landesregierung. Eine Gruppe Mitarbeitende würde derzeit benachteiligt, sagt Geschäftsführerin Gabriele Schlimper.

  • Die Paritäter Berlin protestieren gegen die Hauptstadtzulage für Landesbeschäftigte.

  • Die monatliche Zulage benachteilige die freigemeinnützigen Träger und ihre Mitarbeitenden, sagt Geschäftsführerin Gabriele Schlimper.

  • Die Protestaktion besteht aus 100.000 unterschriebenen Postkarten.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin fordert eine Hauptstadtzulage für freigemeinnützige Träger. „Die Entscheidung des Landes Berlin, lediglich den Beschäftigten des Landes und der landeseigenen Betriebe diese Zulage zahlen zu wollen, benachteiligt die freien gemeinnützigen Träger und die dort beschäftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine genauso hervorragende Arbeit leisten wie die Beschäftigten des Landes“, argumentiert Geschäftsführerin Gabriele Schlimper.

Postkarten dienen als Protest

Diese Ungleichbehandlung würden die Paritäter nicht hinnehmen, sagte Schlimper. Gemeinsam mit seinen Mitgliedern hat der Verband eine Protestaktion gestartet. In einem ersten Schritt verteilte der Verband 100.000 Postkarten an rund 500 Kitas mit 45.000 Plätzen. Die Postkarten dienen als Unterschriftenliste für Beschäftigte, Eltern und Angehörige.

Mitarbeitende des Landes bekommen Zulage

Am 8. September 2020 hatte der Senat die Hauptstadtzulage für Landesbeschäftigte beschlossen. Demnach erhalten Angestellte des Landes ab dem 1. November monatlich 150 Euro mehr Gehalt.

Erzieherinnen und Erzieher, Kinder und Eltern übergeben die unterschriebenen Postkarten am 27. Oktober vor dem Roten Rathaus an die Fraktionsvorsitzenden der Regierungsfraktionen.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin ist Dachverband von 760 Unternehmen der Sozialhilfe. Die Unternehmen des Verbandes beschäftigen rund 55.000 Mitarbeitende. fb

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