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Soziale Innovationen
Aktualisiert am 03.06.2020 - 15:26

„Wir fordern ein konkretes Budget“

Die Regierungsfraktionen aus CDU und SPD haben einen Antrag zu sozialen Innovationen und Social Entrepreneurship in den Bundestag eingebracht. Aus Sicht des Gründernetzwerks Send bleiben wichtige Fragen ungeklärt.

  • Dem Gründernetzwerk Send gehen die Vorschläge der Politik für soziale Innovationen und Social Entrepreneurship nicht weit genug.
  • Die Mitglieder fordern ein konkretes Budget für Sozialprojekte im Bundeshalt.
  • Das Bundeskanzleramt solle die Koordination sozialer Innovationen übernehmen.

Das Netzwerk für Social Entrepreneure und Social Startups in Deutschland (Send) vermisst klare Ansätze, wie die Politik künftig soziale Innovationen voranbringen will. Das Gründernetzwerk kritisiert fehlende Zuständigkeiten. So bleibe unter anderem unklar, wer die Verantwortung für die Umsetzung übernimmt und wer für Social Entrepreneure künftig die als Ansprechpartner diene. „Im Hinblick auf die diversen Wirkungsbereiche sozialer Innovationen wäre es in unseren Augen sinnvoll die Koordination direkt über das Kanzleramt laufen zu lassen“, schlägt der Verein mit.

Absichten bleiben unklar

Bei der Finanzierung der jungen Gründer gebe es Lücken. Die aktuelle Corona-Situation zeige, dass lediglich 3,2 Prozent der Sozialunternehmen die Corona-Hilfen der KfW in Anspruch nehmen konnten. Das Netzwerk fordert daher ein konkretes Budget für soziale Innovationen.

Die Fraktionen von CDU/CSU, SPD sowie der FDP hatten in der vergangenen Woche Anträge für eine bessere Förderung von sozialen Innovationen sowie Social Entrepreneurship in den Bundestag eingebracht.

Send versteht sich als Vertretung für Unternehmen der Sozialbranche. Zu seinen rund 400 Mitgliedern zählen Sozialunternehmen, Social Start Ups, eigenständige Sozialunternehmer sowie Förderer aus Wirtschaft und Gesellschaft. ols

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