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Corona-Schutzausrüstung
Aktualisiert am 17.12.2020 - 11:21

„Wir brauchen keine Masken von der Resterampe“

Stellvertretende Geschäftsführerin Elke Hammer-Kunze © AWO BV Westliches Westfalen

Die AWO Westliches Westfalen kritisiert das Bundesgesundheitsministerium für gelieferte Corona-Schutzausrüstung. Die Masken seien mangelhaft, sagt die stellvertretende Geschäftsführerin Elke Hammer-Kunze.

  • Die AWO Westliches Westfalen bemängelt vom Bundesgesundheitsministerium gelieferte Corona-Masken als unbrauchbar.

  • Die Masken können die Menschen in den Einrichtungen nicht schützen, sagt die stellvertretende Geschäftsführerin Elke Hammer-Kunze.

  • Das Bundesgesundheitsministerium sieht ihre Lieferung als unproblematisch an.

Die AWO Westliches Westfalen kritisiert das Bundesgesundheitsministerium (BMG) für die Qualität von gelieferten Corona-Schutzmasken. „Die ersten Lieferungen, die unsere Seniorenzentren in den vergangenen Tagen erreicht haben, sind unbrauchbar“, sagt Elke Hammer-Kunze, stellvertretende Geschäftsführerin des AWO Bezirksverbands Westliches Westfalen.

Prüfgesellschaft stellt Mängel fest

Im Auftrag der AWO hat die Industrieprüfgesellschaft DEKRA die gelieferten Masken überprüft. „Sie erfüllen nicht den nötigen Standard, um die Menschen in unseren Einrichtungen wirksam vor dem Coronavirus zu schützen“, so Hammer-Kunze. Der Verband brauche Ausrüstung, auf die sich die Mitarbeitenden hundertprozentig verlassen können. Die Qualität der Masken würde eine fehlende Wertschätzung des BMG für die Arbeit der Pflegekräfte zeigen, führt die stellvertretende Geschäftsführerin aus.

Ministerium weist Kritik ab

Die Warnung der AWO entbehre jeder Grundlage, teilte das BMG mit. Die vorliegenden Masken seien mehrfach geprüft worden und erfüllten alle Anforderungen an Qualität und Sicherheit für offizielle Corona Pandemie Atemschutzmasken (CPA). Laut BMG sollen die Masken nur als eiserne Reserve für den Notfallgebrauch dienen. „Wir brauchen aber keine mangelhaften Masken der Resterampe, sondern wirksame Schutzausrüstung“, kritisiert Hammer-Kunze.

Die AWO hoffe nun, dass die schon lange versprochenen FFP2-Masken bald in den Seniorenzentren eintreffen. Vorsorglich habe sich die AWO auf dem freien Markt mit Schutzausrüstung eingedeckt. Je nachdem wie sich die Pandemie entwickelt, könne diese aber schnell aufgebraucht sein, warnt Hammer-Kunze.

Der AWO Bezirksverband Westliches Westfalen beschäftigt rund 18.000 Menschen in der Alten-, Familien-, Kinder-, Behinderten-, Sozial- und Migrationshilfe. fb

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