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Digitale Ethik
Aktualisiert am 25.06.2020 - 15:12

„Wir brauchen eine Richtschnur für ethische Fragen der Digitalisierung“

Projektmitarbeiter Puntschuh © Wolfahrt Intern

In der Digitalisierung gewinnt Ethik immer mehr an Bedeutung. Michael Puntschuh, Projektmitarbeiter beim Bundessozialministerium, richtet eine Forderung an die freie Wohlfahrtspflege.

  • Digitale Ethik wird in allen Lebensbereichen immer wichtiger.

  • Leitfaden und Standards helfen bei ethischen Fragen in der Praxis.

  • Themen digitaler Ethik gibt es auch in freier Wohlfahrtspflege.

Digitale Ethik wird immer wichtiger. Das sagt Michael Puntschuh, Teammitglied des Innovationsbüros beim Bundessozialministerium auf einem Kongress der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege. So träten tagtäglich mit voranschreitender Digitalisierung ethische Fragen auf, die alle beträfen, so Puntschuh. Besonders der zwischenmenschliche Umgang habe sich durch den technologischen Wandel verändert.

Didaktische Ethik in die Praxis holen

Hassreden in sozialen Netzwerken oder der Einsatz von Roboterrobben zur Therapie von Alzheimer-Patientinnen und Patienten in Japan eröffneten zahlreiche ethische Fragestellungen. Um diese zu beantworten, helfe es ethische Normen zu formulieren und diese etwa in einem Leitfaden oder Standard festzuhalten.

Verantwortung der freien Wohlfahrtspflege in der digitalen Ethik

Die freie Wohlfahrtspflege zeige aktuell noch wenig aktive Verantwortung im Digitalisierungsdiskurs, kritisiert Puntschuh. Dabei seien die Themen der digitalen Ethik, wie ‚Zivilgesellschaft und soziales Leben‛ sowie ‚Gesundheit und Pflege‛ vor allem für die freie Wohlfahrtspflege relevant. Daraus ergäben sich Fragestellungen nach der Teilhabe sowie der Einflussnahme von Digitalisierung auf unsere Gesundheit.

Zur Veranstaltung:

Der Online-Kongress Wohlfahrt digital fand vom 22. Bis 24. Juni statt und wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrt ausgerichtet und vom Bundesfamilienministerium gefördert. fn

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