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Fachkräftemangel
Aktualisiert am 22.09.2022 - 12:02

Staatssekretär fordert besseren Zugang für ausländische Arbeitskräfte

Staatssekretär Heidmeier © rosenbaum nagy

Matthias Heidmeier will bürokratische Hindernisse für ausländische Fachkräfte abbauen. Im Kampf gegen den Fachkräftemangel der nordrhein-westfälische Staatssekretär einen weiteren Vorschlag.

  • Die Politik müsse den Zugang für ausländische Arbeitskräfte erleichtern und Ausbildungsberufe stärken, fordert der Staatsekretär von Nordrhein-Westfalen, Matthias Heidmeier.

  • Sozialunternehmen müssten dem Fachkräftemangel durch Nachwuchsförderung und Weiterbildungsangebote begegnen, sagt Manuel Gonzales, Vorstand des DRK Rheinland-Pfalz.

  • Eine schnellere digitale Transformation sei durch die bessere Nutzung der Gesundheits- und Leistungsdaten möglich, sagt der Vorstandsvorsitzende der Krankenkasse IKK classic, Frank Hippler.

Der Fachkräftemangel in Deutschland überschreitet eine kritische Grenze. Davor warnt Matthias Heidmeier, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales von Nordrhein-Westfalen. Deutschland müsse daher dringend attraktiver für ausländische Arbeitskräfte werden. In seiner eigenen Behörde wolle er sich  einsetzen, bürokratische Hürden abzubauen. Zudem müsse die Wertschätzung von Ausbildungsberufen steigen. „Es kann nicht sein, dass immer nur große Beträge in die Universitäten fließen während in den Berufsschulen der Putz von den Wänden blättert und Toiletten nicht mehr betretbar sind“, so Heidmeier.

Nachholbedarf bei der Digitalisierung

Sozialunternehmen müssen dem Fachkräftemangel durch gezielte Strategien wie mehr Nachwuchsförderung und Weiterbildungsangebote sowie eine stärkere Bindung der Mitarbeitenden begegnen. Das fordert Manuel Gonzales, Vorstand im DRK Rheinland-Pfalz. Im Gesundheitswesen herrsche zudem großer Nachholbedarf im Bereich Digitalisierung. Hier lohne sich ein Blick ins Ausland, welches in der Digitalisierung meist deutlich weiter sei.

Ambulantisierung vorantreiben

Ein schnellere digitale Transformation sei durch eine bessere Nutzung der Gesundheits- und Leistungsdaten möglich, sagte der Vorstandsvorsitzende der Krankenkasse IKK classic, Frank Hippler. Lösungsansätze für die vielfältigen Herausforderungen der nächsten Jahre seien zudem eine neue Einwanderungspolitik, die Steigerung der Attraktivität des Pflegeberufs, das Vorantreiben der Ambulantisierung und die Einführung von qualitätsorientierten Vergütungsansätze.

Das Zukunftsforum ‚Deutschland weiterdenken‘ fand im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums der Unternehmensberatung rosenbaum nagy am 15. September 2022 in Köln statt. 140 Gäste aus Politik sowie der Sozial- und Gesundheitswirtschaft kamen auf dem Forum zusammen.

Florian Brunken
brunken(at)wohlfahrtintern.de
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