Heute ist Freitag , der 14.08.2020

Wohlfahrt Intern
www.wohlfahrtintern.de
AWO BV Hessen-Süd
Aktualisiert am 17.01.2020 - 09:57

Staatsanwaltschaft untersucht Pflegeheim-Deal

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main nimmt den Verkauf zweier ehemaliger Pflegeheime der AWO Hessen-Süd unter die Lupe. Ein Ex-Verantwortlicher des Bezirksverbands soll sich einen Vorteil verschafft haben.

  • Ehemaliger Verantwortlicher der AWO Hessen-Süd soll vom Verkauf zweier Pflegeheime über seine Firmen profitiert haben.

  • Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt.

  • Der AWO Bundesverband weist auf das Verbot solcher Geschäfte hin.

Der Verkauf von zwei AWO-Pflegeheimen in Bruchköbel und Langgöns rückt in den Blick der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Der Bezirksverband soll die Liegenschaften der Heime an private Immobiliengesellschaften verkauft haben, an denen ein verantwortlicher AWO-Mitarbeiter selbst beteiligt gewesen sei. Der Verband habe die Heime zurückgemietet und die privaten Unternehmen hätten so eine hohe Rendite erzielt, berichtet der Hessische Rundfunk. Der Verband wolle die Prüfung durch die Taskforce unter Herta Däubler-Gmelin abwarten, bevor er zu den Vorwürfen Stellung bezieht.

Bundesverband prüft Geschäfte

Nach Angaben des Bundesverbands würden die Immobiliengeschäfte mit den Heimen geprüft. Man wolle dem Verfahren nicht vorgreifen, klar sei jedoch, dass sogenannte Insichgeschäfte mit selbstgegründeten privaten Gesellschaften verboten seien, teilte der Verband der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit.

Die AWO Hessen-Süd betreibt an 100 Standorten unter anderem Altenhilfe, Kinder- und Jugendarbeit und Flüchtlingshilfe. Sie beschäftigt rund 3500 Mitarbeiter. jh

© Wohlfahrt Intern