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Corona-Pandemie
Aktualisiert am 06.12.2021 - 10:44

Rettungsdienste in Baden-Württemberg warnen vor Überlastung

Die vielen Coronafälle im Südwesten Deutschlands belasten den Rettungsdienst. Die Anbieter schlagen Alarm.

  • Die Kapazitäten des Rettungsdienstes in Baden-Württemberg sind ausgereizt.

  • Die Zahl der Transporte von Coronapatienten werde täglich mehr, berichten die Rettungsdienste.

  • Die aktuelle Beanspruchung gehe nicht mehr lange gut.

Dem Rettungsdienst in Baden-Württemberg droht die Überlastung. „Die Anforderung ist mittlerweile grenzwertig“, sagt Marc Groß, Geschäftsführer des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg. Die Kapazitäten des Rettungsdiensts seien ausgereizt.

Aufwändige Einsätze

Die Zahl der Infektions-Transporte steige täglich an, heißt es in der Mitteilung. Jeder Transport eines infizierten Patienten erfordere Sorgfalt, sei aufwändig und anstrengend. Die Desinfektion eines Fahrzeugs könne bis zu einer Stunde dauern. Zudem würden die Wege zu den Notaufnahmen immer länger, die freien Betten immer weniger. Schließlich steige auch die Zahl der infizierten Einsatzkräfte, trotz einer Impfquote von über 90 Prozent.

„Wir akzeptieren die Verantwortung, die der Rettungsdienst auch in dieser Pandemie hat. Aber die derzeitige Beanspruchung geht nicht mehr lange gut, das System ist nicht unendlich belastbar“, warnt Daniel Groß, stellvertrender Landesgeschäftsführer des ASB. Die Hilfsorganisationen appellieren deshalb an Politik und alle Bürgerinnen und Bürger, alles zu tun, um die Pandemie einzudämmen.

900.000 Einsätze im Jahr

Den Rettungsdienst in Baden-Württemberg betreiben die Hilfsorganisationen ASB, DRK, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst mit 350 Rettungswachen sowie einzelnen weitere Notarzt- und Krankentransportstandorten. Im Jahr 2020 leisteten ihre Mitarbeitenden im Rettungsdienst rund 900.000 Einsätze mit Rettungswägen und rund 800.000 Krankentransporte. dh

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