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AWO LV Thüringen
Aktualisiert am 25.05.2020 - 14:32

Neue Organisation und Führung soll Missstände beseitigen

Die AWO Thüringen gerät nach einem den Medien zugespielten Prüfbericht des Bundesverbandes unter Druck. Der Landesverband reagiert mit einer neuen Organisationsstruktur.

  • Die AWO Thüringen will ihre Organisationsstruktur erneuern.
  • Eine neue operative Ebene unterhalb der Geschäftsführung soll Kernbereiche des Unternehmens organisieren.
  • Auch Veränderungen im Aufsichtsrat soll es geben.

Der AWO Landesverband Thüringen will mit einer neuen Führungsstruktur und neuem -personal aus der Krise kommen. So etabliere der Verband eine neue operative Ebene unterhalb der Geschäftsführung, in welcher er die Kernbereiche des Unternehmens organisiert, teilt ein Sprecher mit. Auch die Arbeit des Aufsichtsrates werde sich ändern. „Weniger Über-Kreuz-Verschränkung mit den verschiedenen Gremien der AWO in Thüringen, stattdessen mehr professionelle Begleitung durch unabhängige Experten“, so der Sprecher. Seit Februar gibt es mit Antje Wolf eine neue Geschäftsführerin der Tochtergesellschaft, der AWO Alten-, Jugend und Sozialhilfe (AWO AJS).

Geleakter Prüfbericht zeigt verheerende Details

Seit Februar ist die AWO in Thüringen heftigen Vorwürfen ausgesetzt. So soll es angebliche Kungelei, überzogene Gehälter und Nepotismus bei der AWO Thüringen und der Tochtergesellschaft, der AWO Alten-, Jugend und Sozialhilfe (AWO AJS) gegeben haben. Zuletzt hatte das Nachrichtenmagazin Der Spiegel Auszüge aus dem vorläufigen Prüfbericht des Bundesverbands zur Affäre bei der AWO in Thüringen veröffentlicht. So habe einer der Geschäftsführer der AWO AJS ein Jahresgehalt von 310.000 Euro erhalten und einen Sportwagen mit 330 PS im Wert von mehr als 100.000 Euro als Dienstwagen gefahren.

Die AWO Thüringen beschäftigt rund 10.000 Arbeitnehmer. Sie verfügt über Angebote in der Kinder- und Jugendhilfe, Altenpflege, Sozial- und Migrationsberatung sowie der Eingliederungshilfe. ols

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