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Grundsätze verwirklichen: Strategie
Aktualisiert am 29.11.2021 - 06:41

Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil nutzen

CSR-Verantwortlicher Kern © Karl-Hans Kern

Die Malteser Werke entwickeln alle Geschäftsbereiche nachhaltig weiter. Mit der Strategie vereint der Träger kirchliche Werte und Wettbewerbsfähigkeit.

Nur weil wir als gemeinnützige GmbH Gutes für die Gesellschaft tun, heißt das noch lange nicht, dass wir automatisch in allen anderen Bereichen der Unternehmensführung gut sind. Wir wollen und müssen aber gut sein. Das entspricht unserem Anspruch und unserem Selbstverständnis als kirchliches Unternehmen, ist aber auch gleichzeitig die Grundlage dafür, im Wettbewerb um Fachkräfte und Kundinnen und Kunden im Markt bestehen zu können.

Wir implementieren daher bei den Malteser Werken seit 2010 eine Strategie für Corporate Social Responsibility (CSR). Wir konkretisieren und gestalten unsere unternehmerische Verantwortung für die Gesellschaft in den vier CSR-Handlungsfeldern Arbeitsplatz, Ökologie, Markt und Gemeinwesen inhaltlich aus. Gemeinsam mit unserem System für Qualitätsmanagement und der Wirkungslogik bildet Nachhaltigkeit die Grundlage unseres unternehmerischen Handelns. Ein entscheidender Schritt, der in den darauffolgenden Jahren dazu beitrug, unsere Glaubwürdigkeit zu untermauern, unsere Arbeitgeberattraktivität zu steigern und unsere Marktchancen zu stärken.

Da wir fast 100 Prozent unserer Erträge mit Dienstleistungen für die öffentliche Hand erwirtschaften und deren Erwartungen an die Qualität unserer Arbeit und die damit erzielten Wirkungen ständig wachsen, spielen bei der Ausgestaltung unserer Strategie zwei Leitfragen eine zentrale Rolle: Wie gewährleisten wir eine hohe Angebotsqualität und -sicherheit unter Berücksichtigung unserer Anspruchsgruppen? Und wie sorgen wir dafür, dass wir regelmäßig zeitgemäße, bedarfsgerechte und innovative Angebote entwickeln?

Ideen der Mitarbeitenden aufnehmen

In einem ersten Schritt weiteten wir das Verständnis für die Wirkungslogik unseres Handels aus: Mit zwei zusätzlich geschaffenen Teilzeitstellen ist es heute möglich, dass ausgebildete Wirkungsmanagerinnen unsere Abteilungen bei der Erstellung von wirkungsorientierten Jahresberichten unterstützen, sie die Aussagen in Förderanträgen zu den erwarteten Wirkungen schärfen und bestehende Aufgabenfelder unter der Fragestellung evaluieren, welche Wirkungen die Malteser Werke mit ihnen erzielen. Außerdem fördern wir innovative Ideenund schaffen neue Räume der Zusammenarbeit, um trag- und marktfähige sowie nachhaltige Lösungen zu finden. Das von uns eingerichtete Förderprogramm ‚Gewächshaus M‘ für Malteser und Sozialunternehmen bietet Freiräume für Innovation und trägt dazu bei, unseren Blick zu weiten und neue Lösungsideen im Bereich der sozialen Arbeit zu generieren. Darüber hinaus haben wir im Jahr 2019 zwei Mitarbeitende mit der Aufgabe betraut, die Innovationen in unserem Unternehmen zu identifizieren, zu fördern und sie intern für alle nutzbar zu machen. Mit ihnen gemeinsam regen wir auf allen Ebenen unserer Organisation unsere Mitarbeitenden dazu an, neue Impulse und innovative Angebote für die tägliche Arbeit zu entwickeln und umzusetzen.

Eigeninitiative stärken

Angesichts unseres Wachstums der vergangenen Jahre und den damit verbundenen personellen Veränderungen und der Informationsfülle richteten wir auch für unser Wissensmanagement eine entsprechende Stelle ein. Hier wird vorhandenes und über Jahre erarbeitetes Wissen identifiziert, neues Wissen generiert und Wissen von außen über Kundinnen und Kunden, Lieferanten, Partner und externe Know-how-Träger in die Entwicklung neuer Angebote eingespeist. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeitführt inzwischen dazu, dass Mitarbeitende aus Eigeninitiative heraus in ihren Abteilungen für Nachhaltigkeitsaktivitäten werben. So hat die Abteilung Jugendhilfe das Projekt ‚Every Day for future‘ gestartet, mit dem sie Jugendliche aus ihren Einrichtungen dazu motiviert und anleitet, Nachhaltigkeit im Alltag zu praktizieren.

Unsere Schulen arbeiten mit ihren Schülerinnen und Schülern daran, nicht nur Nachhaltigkeitsthemen im Unterricht zu erörtern, sondern auch als Schule selbst einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit in den Malteser Werken zu leisten. Mitarbeitende aus dem gesamten Malteser-Verbund bringen unter der Überschrift ‚Malteser – heute für morgen‘ Ideen und Handlungsvorschläge in die Organisation ein. Für das gesamte Unternehmen wurden die Nachhaltigkeitsziele bis 2022 fortgeschrieben. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden und zur Energiereduzierung sowie des Umweltschutzes.

Karl-Hans Kern ist Ansprechpartner für CSR und Nachhaltigkeit der Malteser Werke.

csr.werke@malteser.org

 

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