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Marienhaus Holding
Aktualisiert am 15.04.2020 - 15:54

Mitarbeiternde aus Dienstleistung und Verwaltung gehen in Kurzarbeit

Die Marienhaus Holding schickt einen bedeutenden Teil ihrer Mitarbeiterschaft in Kurzarbeit. Die Unternehmensgruppe sieht nur einen Weg aus der Misere.

  • Marienhaus Unternehmensgruppe schickt Beschäftigte seiner 14 Krankenhäuser in Kurzarbeit.

  • Die schrittweise Maßnahme betrifft vorerst Dienstleistungs- und Verwaltungsbereiche.

  • Ohne Kurzarbeit seien Teilbetriebsschließungen und betriebsbedingte Kündigungen unausweichlich, sagte die Geschäftsführung.

Die Marienhaus Holding setzt in ihren 14 Kliniken auf Kurzarbeit. Diese Woche sind Mitarbeitende in den Dienstleistungs- und Verwaltungsbereichen betroffen. Anschließend sollen Therapiebereiche und Teile der Rehabilitation folgen, teilte die Unternehmensgruppe mit. Teilbetriebsschließungen und betriebsbedingte Kündigungen sollen so verhindert werden.

Bettenpauschale zu gering

Als Grund führt die Marienhaus Holding die ihrer Ansicht nach zu gering bemessene Pauschale von 560 Euro für frei gehaltene Betten an. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn solle die Pauschale auf 700 Euro erhöhen, forderte die Geschäftsleitung in einem Schreiben an den Minister. Andernfalls rechne der Träger mit Einbußen von rund 30 Millionen Euro für das Jahr 2020.

„Deshalb sehen wir uns leider gezwungen, in Teilbereichen, die nicht unmittelbar zur Versorgung aktueller und eventuell zukünftiger Covid-19-Patienten benötigt werden, Kurzarbeit anzumelden“ schrieb Marienhaus an seine rund 13.800 Beschäftigten.

Belegung unter 40 Prozent

Die Politik hat sämtliche Kliniken angewiesen, alle medizinisch nicht notwendigen Leistungen und stationäre Aufnahmen einzustellen. Daraufhin sei die Belegung in den Marienhaus Krankenhäusern eingebrochen und liege derzeit bei weniger als 40 Prozent, teilt das Unternehmen mit. Nach Anordnung der Regierung habe sich der Träger auf die Behandlung von Covid-19 Patienten vorbereitet. Dafür hätte die Holding fünf Krankenhäuser in Corona-Häuser umfunktioniert und 50 Prozent mehr Beatmungsplätze geschaffen.

Marienhaus Holding betreibt 14 Krankhäuser an 24 Standorten im Saarland, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Zudem betreibt die Unternehmensgruppe Pflegeheime, Hospize, Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen und Bildungseinrichtungen. ct

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