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DRK Kliniken Berlin
Aktualisiert am 20.05.2020 - 14:43

Löhne steigen um 2,5 Prozent

Die DRK Kliniken Berlin erhöhen die Gehälter ihrer Beschäftigten um 2,5 Prozent. Die Gewerkschaft Verdi ist nicht zufrieden.

  • Beschäftigte der DRK Kliniken Berlin bekommen 2,5 Prozent mehr Lohn.

  • Der Geschäftsführer der Kliniken bewertet Tarifvertrag als Signal der Anerkennung.

  • Die Gewerkschaft Verdi sieht wichtige Vorhaben nicht umgesetzt.

Rückwirkend ab 1. April steigen die Löhne bei den DRK Kliniken Berlin um 2,5 Prozent. Die Steigerung hat das Unternehmen mit der Gewerkschaft Verdi ausgehandelt. Dafür haben beide Tarifpartner einen Tarifvertrag mit kurzer Laufzeit bis Ende des Jahres geschlossen.

Kurzfristiges Signal der Anerkennung

Der Tarifabschluss sei ein kurzfristiges Signal der Anerkennung der Leistungen der Mitarbeitenden, sagt Christian Friese, Geschäftsführer der DRK Kliniken Berlin.  „Mit dem Tarifabschluss möchten wir gerade auch in diesen schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen“, betont Friese.

Klassische Tarifrunde war nicht möglich

 „Dieser Tarifabschluss kann nur vor dem Hintergrund der aktuell geltenden Rahmenbedingungen und Beschränkungen bewertet werden“, sagt Maike Jäger, Landesfachbereichsleiterin bei Verdi Berlin-Brandenburg und Verhandlungsführerin. Die coronabedingten Kontaktbeschränkungen hätten eine klassische Tarifrunde mit entsprechendem Druckpotenzial nicht möglich gemacht.

Geplant war für die Tarifrunde unter anderem eine Verhandlung über die Strukturen der Vergütungsordnung, Arbeitszeitfragen und Zulagen. Angesichts der aktuellen Situation sei es jedoch nicht möglich gewesen, das Vorhaben wie geplant abzuschließen.

200.000 Patienten pro Jahr versorgt

Die DRK Kliniken Berlin sind ein Unternehmensverbund mit vier Krankenhäusern und einer stationären Pflegeeinrichtung. Alleiniger Gesellschafter ist die DRK-Schwesternschaft Berlin.  In 35 Fachabteilungen, 26 Kompetenzzentren, drei zentralen Notaufnahmen und mit zahlreichen ambulanten Angeboten werden rund 200.000 Patienten pro Jahr von 3.500 Mitarbeitern versorgt. sd

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