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Kreuznacher Diakonie
Aktualisiert am 15.07.2020 - 11:55

Krankenhaus muss Herzkatheterlabor schließen

Das Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach musste den Betrieb seines Herzkatheterlabors Ende Juni vorerst einstellen. Die Kreuznacher Diakonie leidet unter einem weit verbreiteten Problem.

  • Das Kreuznacher Diakonie Krankenhaus hat sein Herzkatheterlabor Ende Juni geschlossen.

  • Grund sei der Mangel an Fachärzten.

  • Bis Oktober will das Krankenhaus wieder chirurgische Eingriffe und eine 24-Stunden-Versorgung anbieten.

Das Herzkatheterlabor im Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach ist seit Ende Juni geschlossen. Es sei nicht genügend Fachpersonal vorhanden, um einen Betrieb rund um die Uhr sicherzustellen, heißt es aus der Einrichtung. Von fünf Kardiologen stünden aktuell noch zwei zur Verfügung, nachdem drei Ärzte kurz aufeinander folgend an andere Arbeitsstätten gewechselt hätten. „Unser Ziel ist es, das Herzkatheterlabor im Oktober wieder handlungsfähig zu haben“, sagt eine Sprecherin der Kreuznacher Diakonie.

Bewerbungsgespräche laufen

Die Diakonie unternimmt Schritte, diesen Zeitplan einzuhalten. „Einen neuen Kollegen haben wir schon unter Vertrag, mit weiteren Kardiologen stehen wir bereits in Verbindung“, so die Sprecherin. Das Personal des Labors arbeite weiterhin auf der Station für Innere Medizin.

Innere Medizin arbeitet weiter

Um die Sicherheit der Herzpatienten rund um die Uhr zu gewährleisten, reiche das aktuelle Fachpersonal nicht aus. Patienten, die in die Einrichtung kommen, sollen weiterhin eine Diagnose erhalten und behandelt werden. Die 100 stationären Betten der Abteilung Innere Medizin seien nicht von den Einschränkungen betroffen. Herzinfarktpatienten sollen künftig direkt nach Mainz verlegt werden.

Das Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach hat an zwei Standorten rund 500 Betten. Die etwa 1400 Mitarbeitenden versorgen jährlich 22.467 stationäre und 56.456 ambulante Patienten. Die Einrichtung gehört der Stiftung Kreuznacher Diakonie an. Die Organisation beschäftigt rund 6800 Menschen in den Bereichen Krankenhaus und Hospiz, Hilfe und Wohnen für Menschen mit Behinderung und Senioren, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie Wohnungslosenhilfe. ct

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