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Spenden
Aktualisiert am 21.07.2021 - 12:19

Große Spendenbereitschaft sorgt für schnelle Hilfe

Die Wohlfahrtsverbände wollen den Betroffenen der Unwetterkatastrophe schnell helfen. Dabei greifen sie auf Spenden und auf  Erfahrungen aus vergangenen Flutkatastrophen zurück.

  • Caritas International stellt 1,5 Millionen Euro Soforthilfe bereit.
  • Bundesweit große Hilfsbereitschaft, Spendeneingänge auch vor Ort.
  • Erfahrung aus den Flutkatastrophen 2002 und 2013 an Elbe und Donau werden genutzt.

Das Hilfswerk des Deutschen Caritasverband, Caritas international, hat angekündigt, 1,5 Millionen Euro Soforthilfe für die Betroffenen der Flutkatastrophe bereitzustellen. Möglich sei die schnelle finanzielle Hilfe dank der großen Hilfsbereitschaft der Spenderinnen und Spender, teilt der Deutsche Caritas Verband mit.

Überwältigende Hilfsbereitschaft macht Hoffnung

Das Geld werde gemäß dem dringendsten Bedarf über die Caritas vor Ort verteilt, etwa als Soforthilfen in Form von Bargeldauszahlungen. Über die Verwendung wird vor Ort entschieden. Caritas-Präsident Peter Neher: „Wir sind überwältigt davon, wie groß bundesweit die Hilfsbereitschaft der Menschen ist. Das macht allen, die wir daran mitarbeiten, das Leid zu lindern, große Hoffnung.“

Fluthilfekoordinatoren sollen Abwicklung steuern

In den Gemeinden und Regionen mit Caritasverbänden werden derzeit Fluthilfekoordinatoren benannt, die für die weitere Abwicklung der Hilfe Ansprechpartner für die Menschen vor Ort sein sollen. Um die Hilfe möglichst effektiv und effizient umzusetzen, werde auch auf die Erfahrung aus den in Ostdeutschland und Bayern in den Jahren 2002 und 2013 an Elbe und Donau betroffenen Gebieten zurückgegriffen. So habe es bereits ganz konkret Hilfsangebote aus Sachsen und Sachsen-Anhalt für die betroffenen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gegeben. Unter anderem wurden Trocknungsgeräte bereitgestellt, die dort 2002 und 2013 zum Einsatz gekommen waren. Dieser Erfahrungsaustausch soll in den kommenden Wochen und Monaten über die Fluthilfekoordinatoren der Caritas weiter intensiviert werden, führt der Verband aus.

Zahlreiche Spenden gehen auch vor Ort ein

Auch vor Ort sind zahlreiche Spenden eingegangen. Die Caritasverbände Bonn und Ahrweiler haben bisher 80.000 Euro erhalten. Ein gemeinsamer Spendenaufruf des Diözesancaritasverbands Trier mit dem Bistum Trier sowie der Stiftung Menschen in Not brachte 50.000 Euro ein. Zusätzliche Soforthilfe kommt vom Bistum Mainz, das 35.000 Euro beisteuert.

Die Diakonie Rheinland Westfalen Lippe (RWL) unterstützt die Betroffenen ebenfalls. Der Verband wird vier Millionen Euro Soforthilfe der Diakonie vor Ort verteilen. „Wir müssen jetzt unkompliziert und pragmatisch jenen helfen, die alles verloren haben“, sagt Thomas Oelkers, Vorstand der Diakonie RWL. In dieser Extremsituation zeige sich Solidarität und sozialer Zusammenhalt.

Sachsen spenden 500.000 Euro in vier Tagen

In Sachsen sind viele Menschen dem Spendenaufruf 'Sachsen hilft' der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege gefolgt. Innerhalb von vier Tagen sind 500.000 Euro Spendengelder eingangen. Sachsen war 2002 und 2013 von einer Flutkatastrophe betroffen. irg

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