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Werkstatt-Entgelte
Aktualisiert am 16.04.2020 - 09:59

„Gehälter von Menschen mit Behinderung brauchen Sicherheit“

Bundesvorsitzende der Lebenshilfe Schmidt © Ulla Schmidt

„Werkstatt-Entgelte für Menschen mit Behinderung müssen ebenso abgesichert werden wie Gehälter auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mit Kurzarbeit“, fordert Ulla Schmidt. Eine Initiative der Länder lobt die Lebenshilfevorsitzende.

  • Lebenshilfe unterstützt Länderinitiative zur Sicherung der Löhne von Menschen mit Behinderung.

  • Baden-Württemberg hat den Bund zusammen mit den Ländern aufgefordert, eine ähnliche Regelung wie das Kurzarbeitergeld zu schaffen.

  • Coronakrise trifft nach Ansicht der Lebenshilfe und der Bundesländer auch die Menschen mit Behinderung finanziell.

Die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, Ulla Schmidt, unterstützt die Initiative des Sozialministers von Baden-Württemberg, die Löhne in Werkstätten für behinderte Menschen zu sichern. „Die Schließung der Werkstätten ist für Menschen mit Behinderung schon schwierig, ihnen fehlen die Tagesstruktur und die sozialen Kontakte“, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete. Wenn nun auch ihr Lohn in Gefahr sei, träfe sie das doppelt. „Daher fordern wir als Lebenshilfe: Die Werkstatt-Entgelte für Menschen mit Behinderung müssen ebenso abgesichert werden wie die Gehälter auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mit Kurzarbeit“, so Schmidt.

Grundsicherung nicht angemessen

Die Landesregierung Baden-Württembergs hatte zuvor zusammen mit den anderen Ländern den Bund aufgefordert, auch die Werkstattlöhne der betroffenen Beschäftigten in der Coronakrise zu sichern. Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) seien von den wirtschaftlichen und finanziellen Folgen der Pandemie besonders betroffen, sagte Manne Lucha. „Bundesweit sind die meisten Werkstätten geschlossen, und das hat für die Beschäftigten gravierende Konsequenzen. Im schlimmsten Fall entfällt ihr Werkstattlohn vollständig. Das müssen wir verhindern“, so der Gesundheitsminister des Landes. Grundsicherung als letztes Auffangnetz reiche nicht aus. „Wir müssen für Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen dringend Regelungen schaffen, die mit dem Kurzarbeitergeld vergleichbar sind“, so Lucha. dh

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