Prävention

Führungskräfte müssen Mitarbeitende schützen

Ein Unternehmen, das nichts gegen sexuelle Belästigung und Mobbing tut, schadet sich selbst, sagt Stefanie Eisenhuth von der Caritas Würzburg. Nicht nur für das Betriebsklima habe fehlende Prävention negative Folgen.

Fachkraft für Prävention Eisenhuth © Wohlfahrt Intern

  • Vorfälle von sexueller Belästigung und Mobbing schaden dem Image eines Unternehmens und schrecken Bewerberinnen und Bewerber ab.

  • Führungskräfte müssen ihre Mitarbeitenden vor sexueller Gewalt und Mobbing schützen.

  • Es muss eine Anlaufstelle für Beschäftigte geben, die sich bedrängt oder benachteiligt fühlen.

„Wenn ein Träger einmal den Ruf hat, dass er nichts gegen sexuelle Belästigung in seinen Einrichtungen tut, werden Bewerbungen ausbleiben“, sagte Eisenhuth, Fachkraft für Prävention bei der Caritas Würzburg. Führungskräfte hätten eine Fürsorgepflicht gegenüber Beschäftigten und müssten sie vor sexueller Belästigung und Mobbing schützen.

Klares Vorgehen gegen Fehlverhalten

Bei der Caritas Würzburg gebe es deshalb eine Präventionsordnung sowie einen Präventionsbeauftragten und eine Präventionsbeauftragte. „Es muss Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner geben und bei Vorkommnissen ein klares Vorgehen von einer Verwarnung über eine Abmahnung bis zur Kündigung von Mitarbeitenden, die sich falsch verhalten haben“, sagte Eisenhuth.

Eine Kultur der Offenheit schaffen

Nur weil es keine Beschwerden gibt, heiße das nicht, dass es in einem Unternehmen keine Vorfälle von Mobbing oder sexueller Belästigung gebe, sagte die Präventionsexpertin weiter. Es sei deshalb Aufgabe von Führungskräften, eine Kultur der Offenheit zu schaffen, in der sich Mitarbeitende, die sich bedrängt oder benachteiligt fühlen, ihre Sorgen ansprechen können.

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