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AWO KV Müritz
Aktualisiert am 12.07.2019 - 13:37

Fachkräfte wandern zum DRK ab

Mehrere Pflegekräfte der AWO an der Müritz sind zum örtlichen DRK Kreisverband übergelaufen. Für den Verband hat das unangenehme Konsequenzen.

  • Die AWO muss ihre Intensivpflege in Waren an der Müritz aufgeben.
  • Mehrere Intensivpflegekräfte der AWO Müritz wechseln zum DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte.
  • Das DRK will die Pflegekräfte in einem neuen Hospiz beschäftigen.

Der AWO KV Müritz schließt eine Einrichtung für 15 Intensivpflegepatienten. Die Versorgung und Betreuung im Intensivpflegebereich sei nicht mehr möglich, sagte Geschäftsführer Stephan Arnstadt dem Nordkurier.

DRK zahlt höher

Etwa acht Pflegekräfte seien zu einem neuen DRK-Hospiz gewechselt, das bald öffnen werde. Hinter vorgehaltener Hand werde die bessere Bezahlung beim DRK als Grund für den Wechsel genannt, schreibt der Nordkurier. 15 Bewohner der Intensivpflege sind in anderen Einrichtungen untergebracht worden.

AWO steht unter wirtschaftlichem Druck

Seit jüngerer Zeit lockt die AWO an der Müritz Pflegekräfte mit einer Begrüßungsprämie von 3000 Euro, so der Nordkurier weiter. Die AWO habe Mühe, ihre Investition von 8,4 Millionen Euro in ein neues Pflegeheim in Röbel zu refinanzieren. Es würden Pflegekräfte fehlen, um das Haus mit Bewohnern voll auszulasten. Zu Nachfragen über ihre Tarifsituation äußerten sich weder die AWO noch das DRK gegenüber Wohlfahrt Intern.

Der AWO Kreisverband Müritz betreibt mehr als ein Dutzend Kindergärten, drei stationäre Pflegeheime, eine Schule, ambulante Dienste, betreutes Wohnen und Kleiderkammern. Der DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte betreibt sechs Kindergärten, drei Pflegedienste, ein Dutzend Rettungsdienste, sowie einen Fahrdienst und Hospizarbeit. jh


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