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Diakonie Bitterfeld-Wolfen-Gräfenhainichen
Aktualisiert am 25.06.2020 - 14:57

Ex-Mitarbeiterin soll Kassen um 15.000 Euro betrogen haben

Wegen mutmaßlich manipulierter Abrechnungen hat sich die Diakonie Bitterfeld-Wolfen-Gräfenhainichen von einer Führungskraft getrennt und Strafanzeige gestellt. Künftig will der Träger schärfer prüfen.

  • Die Diakonie Bitterfeld-Wolfen-Gräfenhainichen hat sich wegen eines Betrugsverdachts von einer Führungskraft getrennt.
  • Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob die ehemalige Mitarbeiterin Krankenkassen mit gefälschten Leistungsnachweisen betrogen hat.
  • Der Diakonieverein weist seine Verwaltungsmitarbeiter an, Abrechnungen künftig genau zu prüfen, um Betrug zu verhindern.

Die Diakonie Bitterfeld-Wolfen-Gräfenhainichen hat sich wegen des Verdachts falscher Abrechnungen von einer ehemaligen Führungskraft getrennt. Darüber hinaus hat der Träger Anzeige gegen die Ex-Mitarbeiterin erstattet, berichtet Prokurist Martin Schenkenberger. So prüfe die Staatsanwaltschaft nun, ob und in welchem Maße sich die Gekündigte strafbar gemacht habe. Dazu muss sich das Arbeitsgericht Dessau-Roßlau mit der Angelegenheit befassen, nachdem die Geschasste Klage gegen insgesamt drei Kündigungen eingereicht hat, welche sie von der Diakonie erhalten hat.

Geld sollte wohl Verluste kaschieren

Die ehemalig in Diensten einer Tochterfirma der Diakonie beschäftigte Frau stehe im Verdacht, die Krankenkassen mit falschen Abrechnungen um 15.000 Euro betrogen zu haben, so Schenkenberger. Das Geld habe sie nicht selbst eingesteckt, sondern mit gefälschten Leistungsnachweisen versucht, defizitäre Ergebnisse zu vertuschen. Dabei habe sie sich mutmaßlich eine Sicherheitslücke in der Abrechnungssoftwäre zunutze gemacht.

Träger erstattet Selbstanzeige

Künftig werde der Träger seine Verwaltungsmitarbeiter anweisen, die entsprechenden Finanzposten eingehend zu kontrollieren. So wolle man verhindern, dass sich ein solcher mutmaßlicher Betrugsfall wiederhole, berichtet der Prokurist. Außerdem habe die Diakonie als ehemalige Arbeitgeberin Selbstanzeige gestellt, um ihre Bereitschaft zur Unterstützung der Ermittlungen zu signalisieren.

Der Diakonieverein Bitterfeld-Wolfen-Gräfenhainichen beschäftigt rund 190 Mitarbeiter und betreibt sieben Einrichtungen der Behindertenhilfe. Bei seiner 100-prozentigen Tochter ‚Diakonie Soziale Dienste gGmbH Bitterfeld-Wolfen‘ arbeiten 80 Beschäftigte in der ambulanten und stationären Altenpflege. ols

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