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Coronahilfen
Aktualisiert am 06.05.2021 - 10:38

„Es geht nicht nur um Bildungslücken“

Vorständin Maria Loheide © Diakonie/Thomas Meyer

Die Diakonie kritisiert das Aufholprogramm des Bundes für junge Menschen und Familien. Vor allem eine Gruppe wurde vergessen, sagt Sozialpolitikerin Maria Loheide.

  • Die Diakonie fordert Programme, die junge Menschen und Familien psychosozial von den negativen Folge der Corona-Pandemie entlasten.
  • Wer schon vor Corona benachteiligt war, den treffe auch die Pandemie härter, sagt die sozialpolitische Vorständin Maria Loheide. 
  • Das beschlossene Aufholprogramm des Bundes soll die negativen Folgen der Corona-Pandemie für junge Menschen und Familien ausgleichen.

Die Diakonie hält das Aufholprogramm des Bundes für Kinder, Jugendliche und Familien für unzureichend. Familien, Kinder und Jugendliche sollten von den negativen Folge der Corona-Pandemie psychosozial entlastet werden, fordert die sozialpolitische Vorständin der Diakonie, Maria Loheide.  Dafür brauche es Programme mit Freizeitaktivitäten und spürbarer Erholung. „Das Aufholprogramm dürfe kein einmaliges Wahlgeschenk sein“, fügt Loheide hinzu. Es ginge nach der Pandemie nicht nur darum, Bildungslücken aufzuholen.

Lockdown beeinträchtigt Kinder

Besonders betroffen seien Familien und junge Menschen in ohnehin schon prekären Lebensverhältnissen, sagt die Vorständin. Wer schon vor Corona benachteiligt gewesen sei, den treffe auch die Pandemie härter.

Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Jugendinstituts fühlen sich in der Corona-Krise besonders viele Kinder aus finanziell belasteten Familien einsam. Etwa ein Drittel der Kinder habe demnach Schwierigkeiten, mit dem Lockdown zurechtzukommen. Das Bundesfamilienministerium hat ein Aufholprogramm für zwei Milliarden Euro beschlossen, um die negativen Folgen der Corona-Pandemie für junge Menschen und Familien auszugleichen.

In den Einrichtungen der Diakonie in Deutschland arbeiten rund 600.000 Menschen in unterschiedlichen Hilfefeldern. Zur Diakonie gehören etwa 31.600 stationäre und ambulante Dienste wie Krankenhäuser, Altenpflegeheime, Sozialstationen, Wohngruppen oder Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Angebote für Suchtkranke und Obdachlose oder Beratungsstellen. Der Dachverband Diakonie Deutschland unterstützt sie bei ihrer Lobbyarbeit. mb

 

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