Messenger

„Es braucht Entscheidungen auf der Leitungsebene“

„Alle wissen, dass WhatsApp nicht geeignet und legal ist“, sagt Isabel Zorn von der Technischen Hochschule Köln. Da aber bislang Konzepte und Alternativen fehlten, würden viele soziale Einrichtungen die App dennoch nutzen.

Professorin Zorn wurde aus gesundheitsgründen per Videochat zugeschaltet © Wohlfahrt Intern

  • Fachkräfte können die Suche nach passenden Messengern nicht übernehmen.
  • Es gibt keine Konzepte, wie Messenger in Einrichtungen genutzt werden können.
  • Es braucht dazu Entscheidungen auf Leitungsebene.

„Es gibt wenig verlässliche Informationen und das extrem anspruchsvolle recherchieren können Fachkräfte nicht übernehmen“, sagt Zorn. Bislang gebe es zudem keine Konzepte wie man Messenger in Einrichtungen nutzen könnte. So gebe es keine verpflichtende medienpädagogische Ausbildungen. Zwar kämen die digital natives bald als Fachkräfte in die Einrichtungen, sie hätten aber kein solides Wissen dazu, sagt die Professorin.

Zu wenig Konzepte um datenkonform zu kommunizieren

Medienkompetenz allein löse jedoch das Problem nicht. „Auch trotz Sensibilität in diesem Thema kann man keine guten Lösungen finden“, sagt Zorn. Es gebe zu wenig Studien und Konzepte, um wirklich Datenschutzkonform zu kommunizieren. Deshalb werde trotz der Gesetze kritische Software und Apps benutzt.

Soziale Arbeit ist ein guter Markt für Apps

Dabei sei die Soziale Arbeit eigentlich ein guter Geschäftsmarkt für Messenger-Apps, sagt Zorn weiter. Mit den Apps sei ein großer Bevölkerungsteil und die gesamte künftige Generation zu erreichen. „Es fehlen die notwendigen digitalen Infrastrukturen sowie Angebote zur Weiterbildung in Qualitätssicherung und –entwicklung in Bildungsprozessen“, sagt Zorn. Dazu brauche es Entscheidungen auf Leitungsebene. Das seien Vorstandsentscheidungen, mit denen man die Fachkräfte nicht allein lassen könnte.

Die Eichstätter Fachtagung Sozialinformatik fand zum 15. Mal statt. Der Fachverband Informationstechnologie in Sozialwirtschaft und Sozialverwaltung (Finsoz) lud dabei knapp 100 IT-Verantwortliche von Sozialunternehmen zusammen mit Softwarefirmen in das Priesterseminar der Diözese Eichstätt ein. rv

zurück | drucken

Frage des Monats

Nie stand das deutsche Gesundheitssystem vor einer solchen Herausforderung wie dem Coronavirus. Wird das Gesundheitssystem das aushalten?

Ja

Nein


Ergebnisse

Die aktuelle Ausgabe

Titelthema: Corona

Die Branche kämpft mit den ersten Folgen der neuen Seuche

weiter

Leider falsch - wir korrigieren

Alle Menschen machen Fehler – bei Journalisten sind sie leider gleich gedruckt. Manchmal rutscht uns eine missglückte Formulierung durch, manchmal eine falsche Zahl. Das tut uns leid. Hier finden Sie die Korrekturen.

Probleme auf der Webseite?

Falsche Darstellung, fehlerhafter Link, fehlende Funktion? Bitte melden Sie Probleme mit der Webseite unserem Administrator. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe! Fehler melden

 

Unser Wohlfahrt Intern E-Paper

Lesen Sie Wohlfahrt Intern jetzt auch als E-Paper

E-Paper hier öffnen

Seite weiterempfehlen