Heute ist Mittwoch , der 28.07.2021

Wohlfahrt Intern
www.wohlfahrtintern.de
Corona-Impfungen
Aktualisiert am 06.07.2021 - 16:12

DRK-Präsidentin lehnt Bußgelder für geschwänzte Impftermine ab

DRK-Präsidentin Hasselfeldt © Michael Handelmann/DRK

Versäumte oder geschwänzte Impftermine sollten nicht bestraft werden, sagt die DRK-Chefin Gerda Hasselfeldt. Sowohl in der Bundesregierung als auch beim DRK gehen die Meinungen zu Strafgeldern auseinander.

  • Das DRK-Generalsekretariat spricht sich gegen Bußgelder für nicht wahrgenommene Impftermine aus.
  • Das DRK in Berlin hatte Sanktionen gefordert.
  • Das DRK Sachsen will mit Rabattaktionen um Impfwillige werben.

Wer einen Impftermin unentschuldigt verfallen lässt, soll kein Bußgeld bezahlen müssen. Das sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. In der Praxis ließe sich eine solche Sanktionierung nur sehr schwer umsetzen, so Hasselfeldt. Es sei zudem keine Aufgabe des DRK, ordnungspolitische Maßnahmen zu ergreifen.

Berliner DRK-Chef fordert Bußgelder

Berliner DRK-Präsident Mario Czaja forderte zuletzt im Deutschlandfunk und dem Radiosender rbb, unentschuldigt versäumte Impftermine zu sanktionieren. Czajas Angaben zufolge würden bis zu zehn Prozent der vereinbarten Impftermine in Berliner Impfzentren nicht wahrgenommen.

Impfbereitschaft fördern

In Sachsen sollen frisch Geimpfte zukünftig mit Rabatten auf Dienstleistungen und Produkte vom DRK belohnt werden, berichtet die Tagesschau. Sachsen und andere Bundesländer bieten mittlerweile auf Kreisebene auch spontane Impfungen ohne Termin an.

Das DRK Generalsekretariat ist der Bundesverband der Wohlfahrtsorganisation. Zum DRK gehören 19 Landes- und fast 500 Kreisverbände sowie 31 Schwesternschaften und mehr als 4.500 Ortsvereine. Rund 180.000 Menschen sind bundesweit beim DRK beschäftigt. Fast drei Viertel der mehr als 400 Impfzentren gegen das Corona-Virus in Deutschland werden vom DRK direkt oder mit Beteiligung des DRK betrieben. mb

© Wohlfahrt Intern